Da legst di nieda!

Apassionata in der Olympiahalle: So war's

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Vogelwilde Schmachtstory, wilde Ritte: So geht’s in der Olympiahalle zu.

München - Die Reit-Truppe von Apassionata hat mit ihrer neuen Show "Die goldene Spur" die Münchner Zuschauer in den Bann gezogen.

Wenn man so in die Gesichter des Publikums geschaut hat, konnte man schon den Eindruck kriegen: Das Glück dieser Erde liegt im Betrachten der Pferde …

Es gibt mächtig was auf die Augen in „Apassionata“ – und dann beginnt eine bunte Reise durch die Fantasie der Pferdefreunde.

Die Reit-Truppe von Apassionata hat mit ihrer neuen Show Die goldene Spur die Münchner Zuschauer in den Bann gezogen. Die fünf Vorstellungen am Wochenende in der Olympiahalle waren gut besucht bis ausverkauft – und selbst als nüchterner und nicht pferdenarrischer Familienvater (quasi Töchter-Begleitperson) musste man am Schluss zumindest anerkennend nicken. Wenn man sich nicht sogar heimlich doch ein bissl verzaubern hat lassen.

Die Apassionata-Idee: Die Olympiahalle wird zur Reit-Arena. Mithilfe von Pferden, Reitern und Tänzern wird eine Geschichte erzählt.

In diesem Fall geht es um einen Mann namens Pierre. Der stellt in einem Museum fest, dass von einem der Gemälde eine lächelnde Frau verschwunden ist. Die will er wiederfinden und begibt sich auf eine Reise.

Was jetzt beginnt, ist ein wilder Ritt durch die Fantasie. Vom Wüsten-Flughafen über das Eismeer bis hin zum ägyptischen Tempel ist als Schauplatz so ziemlich alles dabei. Die jeweilige Szenerie ist im Hintergrund auf einer riesigen Videowand (mit zwei Toren zum Durchreiten) zu sehen, technisch blitzsauber. Begleitet wird das alles von Musik, ebenfalls zusammengestellt in einem wilden Ritt, von Klassik-Anklängen über Tango bis Rock’n’Roll. Dazu gibt’s viele Lichteffekte und – nach gut zwei Stunden – natürlich ein glückliches Ende.

Gut: Wer die Sissi-Filme schmalzig findet, der wird sich auch mit der Goldenen Spur schwertun. Wird vielleicht nach der Logik der Geschichte fragen oder die süßliche Handlung bekritteln. Aber: Wer sich einfach auf die Show einlässt, stellt schnell fest, dass das irgendwie doch zauberhaft ist, diese Verbindung von Pferde-Action, Musik und Fantasie. Zumal die sportlich-technische Seite von Dressur über normale Reit-Einlagen bis hin zum Voltigieren eh keine Wünsche offenlässt.

Im nächsten Januar kommt Apassionata mit einer Show namens Im Bann des Spiegels wieder nach München. Gut möglich, dass sich dann auch wieder der eine oder andere allzu nüchterne Papa in diesen Bann ziehen lässt.

Uli Heichele

PETA kritisiert Show

Der Tierschutzverein PETA kritisiert die Pferdeshow scharf: „In der Show werden die Pferde durch die grellen Lichter und die Hektik ernormem Stress ausgesetzt – für die Fluchttiere ein Albtraum“, sagt PETA-Fachreferent Peter Höffken. Er bemängelt auch die schmerzhafte Rollkur, bei der der Hals überdehnt und der Kopf so stark auf die Brust gezogen wird, dass Haltung, Atmung und Orientierung beeinträchtigt würden. Bewegungsmangel und schädliche Transporte sind weitere Kritikpunkte.

Die Promis zum Pferd

Auch die ersten Münchner Prominenten lassen sich nach Weihnachten und Silvester wieder blicken. Bei der Premiere der Apassionata-Show in der Olympiahalle gesichtet wurden u. a. Schauspieler Heio von Stetten mit Gattin, seine Kollegin Michaela May und Fernseh-Urgestein Carolin Reiber.

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