Vorstellung in Bad Tölz

Monika Gruber: Keine Presse bei der „Vorpremiere“ erwünscht

+
Die Kabarettistin Monika Gruber will sich noch nicht dem Kritikerurteil stellen. 

Kabarettistin Monika Gruber spielte am Dienstagabend ihr neues Programm „Wahnsinn“ im ausverkauften Tölzer Kurhaus. Die Presse war bei der Vorstellung aber nicht erwünscht – weil es sich um eine „Vorpremiere“ handelte.

Bad Tölz – „Wir verbieten keinem Journalisten, zu kommen“, sagt Grubers Manager Egon Bauer auf Nachfrage dem Tölzer Kurier. Allerdings sei es so, dass die Kabarettistin nicht erpicht sei, dass nach einer „Vorpremiere“ in der Zeitung über ihren Auftritt berichtet werde. 

Was ist der Grund für Monika Grubers Wunsch?

Hintergrund ist laut Bauer, dass Monika Gruber vor einiger Zeit nach einer Vorpremiere ziemlich negative Kritiken bekommen habe – die Künstlerin verhasple sich ständig und sei nicht textsicher, sei anschließend in einer Lokalzeitung zu lesen gewesen.

Monika Gruber ist seit Anfang November mit ihrem neuen Programm „Wahnsinn“ unterwegs, vor allem in kleineren Sälen auf dem Land. Auch ihre Auftritte in den kommenden Wochen sind bis Frühjahr so gut wie ausverkauft. Einen Termin für die offizielle Premiere von „Wahnsinn“ gibt es laut Manager Bauer bislang nicht. Die Folge: Tausende Besucher werden das neue Programm bereits gesehen haben, wenn über die Premiere berichtet wird – oder, anders gesagt, Gruber einverstanden ist, dass darüber berichtet wird.

Wie lange dauert es denn, bis die Künstlerin ihr Programm beherrscht beziehungsweise sich der Kritik stellt? Einen Zeitrahmen nennt Bauer nicht. Nur so viel: „Es dauert. Nach den Erfahrungen mit dem Publikum wird durchaus nochmal was umgestellt.“

Und wie war Monika Gruber bei der „Vorpremiere“?  

Zuschauer merken den Unterschied zur „normalen“ Vorstellung vor allem daran, dass sich auf der Bühne noch ein Notenständer befindet, auf dem Grubers Text liegt. Ansonsten, so war im Nachgang zu hören, sei der Auftritt in Bad Tölz sehr gut und problemlos verlaufen. Der Eintritt kostete 33 Euro – also der übliche, volle Preis. Wegen einer „Vorpremiere“ verlange man keinen geringeren Eintrittspreis, sagt Manager Bauer: „Frau Gruber steht ja nicht auf der Bühne und stottert nur rum.“ Im Rahmen der „Wahnsinn“-Tournee werde man „aber sicher nochmal nach Bad Tölz kommen“, sagt Bauer. „Das Kurhaus ist ja ein wunderbarer Saal, und Tölz hat ein super Publikum.“

Andere, ähnlich bekannte Künstler gehen mit „Vorpremieren“ gelassener um, zum Beispiel Günter Grünwald: Der Kabarettist nimmt sich gern selbst auf den Arm und kann auf der Bühne darüber lachen, wenn er bei einem neuen Programm textlich einen Hänger hat. 

Für Tickets für Monika Grubers neues Programm in München standen die Fans am Marienplatz in einer Mega-Warteschlange

Monika Gruber ganz privat

Am 2. November startete Monika Gruber ihr sechstes Soloprogramm. Doch Bühnenfigur und die private Gruberin sind zwei Geschichten. Redakteurin Ulli Schmidt begleitete den Kabarettstar für eine Serie ganz privat.

Lesen Sie hier:

Teil 1 der Serie: Monika Gruber ganz privat: „Nur auf der Bühne bin i so goschert“

Teil 2 der Serie: Monika Gruber ganz privat: Was Männern Angst macht

Teil 3 der Serie: Monika Gruber ganz privat: Ein g‘scheits Brot muss mit!

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare