Amtsantritt von Kirill Petrenko

Bayerische Staatsoper vor einer neuen Ära

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Im November wird Kirill Petrenko seine erste Premiere an der Bayerischen Staatsoper feiern.

München - Im November wird Kirill Petrenko als neuer Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper seine erste Opernpremiere feiern. Er sieht "beste Voraussetzungen für seine Kunst".  

Nach sieben Jahren endet in München die Zeit von Kent Nagano. Seine Nachfolge als Generalmusikdirektor übernimmt Kirill Petrenko - der Wunschkandidat des Intendanten.

Der russische Dirigent werde am 21. November 2013 erstmals in seiner neuen Münchner Position eine Opernpremiere leiten, teilte Opernintendant Nikolaus Bachler mit. An diesem Tag jährt sich die Wiedereröffnung des kriegszerstörten Münchner Nationaltheaters zum 50. Mal. Er habe bereits einen „sehr warmen Eindruck“ von dem Haus bekommen, sagte Petrenko am Dienstag. „Für mich als Musiker finde ich hier die besten Voraussetzungen, mich der Kunst zuzuwenden.“

Richard Strauss zum Jubiläum

Mit der Premiere von Richard Strauss' Oper „Die Frau ohne Schatten“ zur Eröffnung der Spielzeit 2013/2014 steht das gleiche Werk auf dem Spielplan, mit dem das Haus 20 Jahre nach seiner Zerstörung den Spielbetrieb wiederaufgenommen hatte.

Bachler sagte, Petrenko sei bereits nach München umgezogen und werde seine „ganze Konzentration“ der Staatsoper widmen. Neben der „Frau ohne Schatten“ leitet Petrenko in seiner ersten Saison die Mozart-Oper „La clemenza di Tito“ und Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“. Darüber hinaus dirigiert der 1972 geborene Künstler neben etlichen Repertoirevorstellungen zwei Akademiekonzerte, ein Sonderkonzert zum 150. Geburtstag von Strauss sowie ein Programm zur Wiedereröffnung des Nationaltheaters. Der Festakt am 17. November wird Petrenkos erster Auftritt als neuer Generalmusikdirektor sein.

Glanzpunkt: Anna Netrebko in "Macbeth"

Auf dem Spielplan der Bayerischen Staatsoper 2013/2014 stehen sieben Opernneuproduktionen. Neben den von Petrenko geleiteten Premieren kommen neu heraus: „La forza del destino“ von Giuseppe Verdi, „Guillaume Tell“ von Gioachino Rossini, „L'Orfeo“ von Claudio Monteverdi sowie im Opernstudio Igor Strawinskys „The Rake's Progress“. Glanzpunkt im Repertoire ist das Rollendebüt von Anna Netrebko als Lady in Verdis „Macbeth“. Unter den Regisseuren, die in der kommenden Saison an der Staatsoper arbeiten, sind Matin Kusej („La forza del destino“), der Pole Krzystof Warlikowski („Die Frau ohne Schatten“) sowie Andreas Kriegenburg („Die Soldaten“), der an der Staatsoper gerade Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ herausgebracht hatte.

Kleiner Wermutstropfen: Petrenko wird in den nächsten Jahren bei den Münchner Opernfestspielen im Sommer nicht präsent sein, weil er parallel dazu bei den Bayreuther Festspielen für den „Ring“ verpflichtet ist. Petrenkos Vorgänger an der Staatsoper, Kent Nagano, wird zum Ende der Opernfestspiele 2013 mit einer Aufführung von Wagners „Parsifal“ und einem Bühnenfest verabschiedet. Er kehrt aber schon im Januar 2014 zurück, um die Wiederaufnahme von Jörg Widmanns „Babylon“ zu leiten.

dpa

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