Münchner Ballettfestwoche 2014 eröffnet

Buhrufe für "Der Gelbe Klang"

München - Die Ballettfestwoche 2014 des Bayerischen Staatsballetts ist am Freitagabend mit einer Serie von drei Tanz-Uraufführungen eröffnet worden.

Ausgerechnet die prominent angekündigte Inszenierung von Wassily Kandinskys (1866-1944) synästhetischem Gesamtkunstwerk „Der Gelbe Klang“, entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde vom Publikum im Münchner Nationaltheater ausgebuht.

Der Bühnenbildner und Performancekünstler Michael Simon hatte die Bühne unter anderem mit puzzleartigen Ausschnitten von abstrakten Gemälden des russischen Malers dekoriert, die mit szenischen Aktionen, Tanz, Geräuschen und dadaistischen Textfragmenten zu einer Einheit verschmelzen sollten. Der Soundtrack zu diesem poppigen bis surrealen, zuweilen aber etwas ungelenken Szenarium stammte von der US-Rocklegende Frank Zappa. Die Musik wurde live gespielt vom Bayerischen Staatsorchester unter Myron Romanul.

Höhepunkt des Abends war die Kreation „Spiral Pass“ des britischen Choreographen Russell Maliphant zu den peitschenden Technoklängen des britisch-indischen Komponisten Mukul Patel. Auch der dritte Teil des Abends, die vertanzte Fassung eines Violinkonzerts des US-Komponisten Mason Bates, kam gut an. Die erstmals gezeigte Kreation stammte von der kanadischen Choreographin Aszure Barton.

dpa

Rubriklistenbild: © Jantz

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