So war die Show im Circus Krone

Gaga, aber Gaudi: Konzertkritik zu Django 3000

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Django 3000

München - Die Politik mag sich ja das Hirn verbiegen, wie das geht mit der europäischen Integration bei gleichzeitiger Wahrung der regionalen Identität. In der Musik geht das vorzüglich. Etwa im Circus Krone bei der Chiemgauer Band Django 3000.

Die mixen Gypsy-Swing, Balkan-Rhythmen und bairische Mundart zu tanzbaren Liedern. Dabei sind die vier Herren mindestens so schamlos wie raffiniert. Ungeniert plündern sie die Musikgeschichte, leihen und stehlen sich zusammen, was es braucht, um die Leute zum Tanzen zu bringen. Doch was heißt schon Tanzen? Die Menschen im Zelt rasten förmlich aus! Das eigentlich Erstaunliche an Django 3000 ist ja, wie mühelos es ihnen gelingt, Balkantemperament, Zigeunerweisen und bayerisches Selbstverständnis unter einen Hut zu bekommen. Zum Virtuosentum der zitierten Vorbilder ist man freilich noch ein gutes Stück entfernt, aber das wird mit Leidenschaft, Körpereinsatz und teils recht pfiffigen Texten aufgewogen. Am Ende drehen alle durch. Bayern singen russische Volkslieder, auf der Bühne liefern dazu Trachtler Schuhplattler ab, und Wolpertinger tauchen auch noch auf. Völlig gaga, aber Gaudi.

Zoran Gojic

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