Dürer-Porträt bleibt in München

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Die Zustandskartierung des "Selbstbildnis im Pelzrock" von Albrecht Dürer zeigt die schadhaften Stellen des Gemäldes.  

München - Das Tauziehen um das weltberühmte "Selbstbildnis im Pelzrock"von Dürer hat ein Ende: Das Bild bleibt in München. Sein schlechter Zustand verbietet den Transport nach Nürnberg. 

Das weltberühmte „Selbstbildnis im Pelzrock“ von Albrecht Dürer wird nicht für eine Ausstellung von München nach Nürnberg ausgeliehen. Grund ist der schlechte Zustand des Gemäldes. Das sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) am Mittwoch im Hochschulausschuss des Landtags. Die Chefrestauratoren der Staatsgemäldesammlungen in München und des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg hätten das Bild am vergangenen Freitag gemeinsam untersucht und seien zu dem Ergebnis gekommen, dass es nicht transportabel sei, sagte Heubisch.

Kurz zuvor hatte das Germanische Nationalmuseum Nürnberg auf sein Vorhaben einer Ausleihe verzichtet. Auch das Museum berichtete am Mittwoch vom Untersuchungsergebnis, wonach das Bild nicht reisetauglich sei und der Transport von München nach Nürnberg daher „ein aus fachlicher Sicht nicht tragbares Risiko für das herausragende Werk“ darstelle.

Die Alte Pinakothek in der bayerischen Landeshauptstadt hatte sich geweigert, das Dürer-Selbstbildnis für eine Ausstellung im Sommer nach Nürnberg auszuleihen. Das Nationalmuseum hatte um eine Ausleihe des um das Jahr 1500 entstandenen Werks für eine Sonderausstellung zum Thema „Der frühe Dürer“ gebeten.

Die gemeinsame Untersuchung durch die Restauratoren des Nationalmuseums und Staatsgemäldesammlungen habe zudem festgestellt, dass Risse in dem Bild bereits aus den 1930er Jahren stammen und nicht durch eine Ausstellung im Nationalmuseum 1971 verursacht wurden, teilte das Nationalmuseum mit. Die Restauratoren hätten festgestellt, dass „der Bildträger fragil und das Schadensbild der Malschicht weit fortgeschritten ist“. Nachdem nun Klarheit über den Zustand des Gemäldes bestehe und das Nationalmuseum „der Erhaltung des kulturellen Erbes größtmögliches Gewicht einräumt, wird es, wenn auch mit großem Bedauern, die Leihanfrage nicht weiterverfolgen“.

dpa

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