Newcomerin im Zenith

Konzertkritik: Nicht alles Gould(ing), was glänzt

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Ellie Goulding (Archivfoto) trat im Zenith auf.

München - Ellie Gouldings Stimme hatte live wenig mit dem zu tun, was auf ihren CDs zu hören ist: die Konzertkritik zur Show im Zenith.

Die ganz große nächste Sensation finden die britischen Musikkritiker traditionell so ungefähr alle drei bis fünf Monate. Eine der jüngsten phänomenalen Entdeckungen soll die 27-jährige Ellie Goulding sein, die am Wochenende im Zenith zu bestaunen war. Und zu staunen gab es durchaus etwas. Etwa, wie wenig Gouldings Stimme live mit dem zu tun hat, was auf ihren CDs zu hören ist. Schon in den Studioaufnahmen strotzt Gouldings Stimme nicht eben vor Kraft, aber im Konzert ist nur noch, mit Verlaub, Kleinmädchen-Gefiepse zu hören, das nie gegen den satten Sound der guten Begleitband ankommt.

Die Musik selbst klingt in guten Momenten wie exzellent gemachter Pop, in den weniger guten wie furchtbarer Euro-Trash. Goulding selbst bedient das Klischee einer „süßen Popmaus“, wie sie schon einmal beschrieben wurde. Harmlos hüpft sie in einem Bühnen-Outfit herum, das man so ungefähr vor 30 Jahren als ziemlich verrucht empfunden hätte, und spult routiniert ihr Programm ab. Das wird zunehmend steril und macht deutlich: Talent alleine macht noch keine Künstlerin.

Zoran Gojic

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