30 Jahre Bühnenjubiläum des Sprachgenie

Fesl im tz-Interview über Astor: "Da Willy is a Guada"

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Willy Astor feiert sein 30-jähriges Jubiläum.

München - Willy Astor feiert am Mittwoch sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Sein langjähriger Spezl Fredl Fesl lobt im tz-Interview den 54-Jährigen.

Fredl Fesl.

Fredl Fesl spricht den Abertausenden Fans von Willy Astor aus der Seele. Was auch die nicht alle wissen: Schon vor 30 Jahren hatte der 54-jährige Münchner Kabarettist und Musiker seinen ersten Bühnenauftritt! Klar, das muss gefeiert werden – am Mittwoch im Krone, wo Astor Gäste wie Gerhard Polt, die Spider Murphy Gang, Piet Klocke und Max Mutzke begrüßt. Fredl Fesl ist langjähriger Spezl vom Willy. Was er der tz erzählt, lesen Sie hier.

Grüß Gott, Herr Fesl, wie die Zeit vergeht … Jetzt feiert der Willy Astor schon sein 30. Bühnenjubiläum.

Fredl Fesl: Ja – und dazu gratuliere ich ihm auch ganz herzlich. Er ist ein scharfsinniger Humorist. Ich mag ihn sehr. Er ist ein genauer Beobachter, intelligent. Einfach a Guada.

Willy Astor sagt ja oft, dass Sie sein großes Vorbild wären...

Fesl: Das ehrt mich. Aber von wem du dir was abschaust, ist eigentlich ziemlich wurscht im Leben. Hauptsache es kommt was Gutes dabei raus.

Willy hat Sie ja umbenannt in „Freudl“ – weil Sie ihm so viel Freude bereitet haben.

Fesl: Stimmt. Ein sehr nettes Wortspiel. Da hätt ich zu meiner aktiven Zeit auch selber draufkommen können, oder? Muss ich da jetzt eigentlich wegen seines runden Jubiläums kontern (lacht)? Auf Willy fällt mir aber ums Verrecken nix ein. Wart …! Na – kommt nix.

Wann haben Sie den Willy kennengelernt?

Fesl: Oha, das muss zu seiner Anfangszeit gewesen sein – in der Liederbühne Robinson, glaube ich. So Mitte der 80er-Jahre. Er wurde eigentlich in der Szene schnell akzeptiert, weil ihm jeder seine Begeisterung für das Ganze abnahm. Er war nicht wegen Ruhm oder Geld da. Aber er wär auch narrisch gewesen, wenn er deswegen die Kleinkunstbühne gesucht hätte. Und was Willy natürlich auch mit mir verbindet, ist die Liebe zum Gitarrenspiel. Er beherrscht sein Instrument, ist sehr gut. Vielleicht hat er da auch bei mir zugeschaut.

Fesl: Willy Astor war oft bei meinen Auftritten dabei

Sie waren damals jedenfalls schon sehr berühmt...

Fesl: Ja, und ich weiß, dass er oft bei meinen Auftritten dabei war.

Der Oberbayer (Astor ist gebürtiger Münchner) studiert also den niederbayerischen Humor.

Fesl: So kann man es sehen. A bisserl wie im Zoo. Ich habe ja damals auch „Freiheit für Niederbayern“ gefordert. Aber Spaß beiseite: Ich glaube ned, dass es einen großen Unterschied zwischen oberbayerischem und niederbayerischem Humor gibt. Wir sind vielleicht ein bisserl hinterfotziger. Da gibt es aber kein besser oder schlechter. Generell gilt für die ganze Welt: Die Guten sind überall gleichmäßig verteilt – genauso wie die Deppen.

Wünschen Sie sich eigentlich was vom Willy zu seinem Jubiläum?

Fesl: Das ist eine gute Idee. Ich wünsch mir, dass er für alle bayerischen Fußballvereine eine Hymne komponiert – ned bloß für den FC Bayern seinen Stern des Südens.

Also auch für die Löwen?

Fesl: Ja, aber die müssen erst einmal aufsteigen in die erste Bundesliga – dann kriegen sie auch a gscheids Lied. Das kann also dauern.

Sie sind 40 Jahre auf der Bühne gestanden – bis die Parkinson-Erkrankung so schlimm wurde, dass Auftritte unmöglich wurden.

Fesl: Ja, bei mir waren es genau 40 Jahre. Ich wünsche dem Willy aber natürlich mindestens noch mal 30 Jahre. Bis zum Ende. Und vorm Sterben muss ja bekanntlich keiner Angst haben.

Warum ned?

Fesl: Ganz einfach: Weil des ja schon so viele g’macht haben – so schlimm kann es also ned sein.

Interview: Armin Geier

Es gibt noch Restkarten (www.reservix.de) für Willy Astors Feier mit Freunden am Mittwoch im Circus Krone.

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