"Gemeinsam gegen Armut"

Königsplatz: Usher da, aber enttäuschende Kulisse

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Der Protest gegen den G7-Gipfel in Elmau geht weiter, auch in Münchern. Hier trafen sich die G7-Gegner zu einer Großkundgebung auf dem Königsplatz.
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Der Protest gegen den G7-Gipfel in Elmau geht weiter, auch in Münchern. Hier trafen sich die G7-Gegner zu einer Großkundgebung auf dem Königsplatz.
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G7-Gipfel, Konzert, München, Königsplatz, "Gemeinsam gegen Armut"
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Der Protest gegen den G7-Gipfel in Elmau geht weiter, auch in Münchern. Hier trafen sich die G7-Gegner zu einer Großkundgebung auf dem Königsplatz.
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Der Protest gegen den G7-Gipfel in Elmau geht weiter, auch in Münchern. Hier trafen sich die G7-Gegner zu einer Großkundgebung auf dem Königsplatz.
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Der Protest gegen den G7-Gipfel in Elmau geht weiter, auch in Münchern. Hier trafen sich die G7-Gegner zu einer Großkundgebung auf dem Königsplatz.
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Der Protest gegen den G7-Gipfel in Elmau geht weiter, auch in Münchern. Hier trafen sich die G7-Gegner zu einer Großkundgebung auf dem Königsplatz.

München - Noch immer leiden rund 800 Millionen Menschen auf der Welt Hunger. In München fordern Künstler bei einem Protest-Konzert mehr Anstrengungen der Industriestaaten, um den Hunger zu besiegen.

Für einen verstärkten Kampf gegen Armut und Hunger haben sich Künstler unmittelbar vor dem G7-Gipfel mit einem Protestkonzert stark gemacht. Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Armut" standen in München unter anderem Claudia Koreck und Jan Josef Liefers mit seiner Band Radio Doria auf der Bühne. Topstar war am Samstagabend der US-amerikanische R&B-Sänger Usher. U2-Sänger Bono lieferte eine Video-Botschaft. Die Organisatoren hatten zu dem Gratis-Konzert bis zu 17.000 Besucher erwartet, bei sommerlicher Hitze kamen nach Veranstalterangaben aber nur 5000 Besucher.

Zwischen den Musikstücken wandten sich Prominente aus Politik und Gesellschaft an die Zuschauer. Der G7-Gipfel liefere nur schöne Postkartenmotive und leere Worthülsen, schimpfte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne). "Wir können uns diese Show nicht leisten." Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) betonte: "Die Fragen der Ernährungssicherung und des Klimaschutzes sind die Überlebensfragen der Menschheit - dazu müssen die entscheidenden Signale von den Industriestaaten kommen."

Moderator und Comedian Michael Mittermeier scherzte über den Zaun, der das Tagungshotel in Elmau schützt. "Den müssen wir einfach zulassen und sagen: Ihr kommt hier erst raus, wenn ihr was beschlossen habt."

Nach Angaben der Welthungerhilfe sind derzeit 795 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Alle zehn Sekunden sterbe ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Mangel- und Unterernährung. Am Sonntag und Montag treffen sich auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen die Staats- und Regierungschefs von sieben wichtigen Industrienationen.

dpa

Der Ticker zum G7-Gipfel auf Merkur.de

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