BR: Garantie für drei Klangkörper

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Der designierte Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner.

München - Der designierte Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, hat sich im Münchner Merkur für den Erhalt der drei Klangkörper des Senders ausgesprochen.

Dabei handelt es sich um das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und den Chor des Bayerischen Rundfunks. Befragt, ob er eine Garantie für die Klangkörper abgeben könne, sagte Wagner: "Ich denke ja. Die Anstrengungen, die wir derzeit unternehmen, zielen darauf ab, BR Klassik noch besser aufzustellen. Weder das Programm noch die Klangkörper sollen beschädigt werden."

Die Aussage hat deshalb besonderes Gewicht, weil der SWR seine beiden Orchester, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und das SWR-Sinfonieorchester, fusionieren will und ein Domino-Effekt befürchtet wird. Martin Wagner übernimmt am 1. Mai das Amt des BR-Hörfunkdirektors.

Im Münchner Merkur äußerte er sich auch über die geplante Digitalisierung des Klassiksenders BR Klassik. "Die Zukunft des Rundfunks liegt im Digitalen, auch von der Ausstrahlung her", sagte Wagner. "Besonders für ein Programm wie BR Klassik ist das attraktiv, weil die Klangqualität viel besser ist und mehr Möglichkeiten für Zusatzinformationen gegeben sind." Dass die BR-Jugendwelle Puls demnächst über UKW verbreitet werden könnte, verteidigte Wagner. Damit wolle der Sender das Jugendangebot bekannter machen. "Am Ende wird sowieso alles digital." In zehn Jahren, so Wagner, könnte es ohnehin sein, dass überhaupt kein Sender mehr über UKW ausgestrahlt werde.

mm

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