Shirley Manson macht Fans happy

Garbage beim Rockavaria: Die Konzertkritik

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Shirley Manson von Garbage beim Rockavaria.

München - „I’m only happy when it rains“, singt Shirley Manson voller Inbrunst. Prompt schimpfte die Garbage-Frontfrau über den schwülwarmen, sonnigen Samstagnachmittag beim Rockavaria. Das Konzert war dennoch großartig.

Tatsächlich ruft sie ihren Fans zu: „Ich leide heute für euch – meine weiße schottische Haut ist einfach nicht an die Sonne gewöhnt. Fuck sunshine! Fuck the sun!“ Trotzdem hängt sich die charismatische Sängerin wie immer ordentlich rein: 

Sie schmettert kräftig, schreit gequält, haucht lasziv, hüpft im Leopardenkleid wie Pippi Langstrumpf über die Bühne, wirft sich auf den Boden, singt „Why do you love me?“ auf dem Rücken liegend und powert sich durch zwei Jahrzehnte Bandgeschichte, angetrieben von zwei schrammelnden E-Gitarren und den druckvollen Drums des Soundtüftlers Butch Vig. 

Kompromisslose Alternative-Rock-Klänge bringen den Fans ihre verloren geglaubte Jugend zurück – angefangen von Songs wie „Stupid Girl“ vom großartigen 1995er-Debüt bis hin zur neuen Single „Empty“, die Appetit macht auf das im Juni erscheinende sechste Studioalbum des quirligen Quartetts.

Marco Schmidt

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