Wegen finanzieller Turbulenzen

Geschäftsführung vom Haus der Kunst wird erweitert

Die Geschäftsführung vom Haus der Kunst wird um einen zweiten Posten erweitert. Zum 1. Oktober soll Stefan Gros dazustoßen, wie Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) mitteilte.

München - Angesichts finanzieller Turbulenzen im Haus der Kunst in München wird die Geschäftsführung um einen zweiten Posten erweitert. Zum 1. Oktober soll Stefan Gros die kaufmännische Führung der renommierten Institution für zeitgenössische Kunst übernehmen, wie Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) mitteilte. Gros soll das Haus an der Seite von Museumschef Okwui Enwezor für zunächst drei Monate leiten. „Dr. Groß hat vielfältige Erfahrungen in der Führung von Unternehmen in Umbruchsituationen gesammelt“, sagte Spaenle.

Der Betriebsrat des Museums begrüßte die Entscheidung. „Wir sind in den vergangenen Monaten dafür eingetreten, dass Okwui Enwezor die künstlerische Leitung behält und ihm ein Geschäftsführer auf Augenhöhe zur Seite gegeben wird“, teilte Vorsitzender Anton Köttl mit. Die jetzige finanzielle Schieflage sei durch ein dauerhaftes Missverhältnis von Einnahmen und Ausgaben entstanden. „Es geht nun darum, die Planungen für 2018 verbindlich zu gestalten und die nötigen Sicherungen einzubauen, damit sich das, was schiefgelaufen ist, nicht wiederholt.“

Der aus Nigeria stammende Enwezor ist seit 2011 Chef im Haus der Kunst. Er war künstlerischer Leiter der 56. Biennale in Venedig 2015 und der Documenta 11 in Kassel 2002. Neben ihm und Gros gehören der erweiterten Geschäftsleitung Marco Graf von Matuschka und Ulrich Wilmes an.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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