So viel Kino steckt im Musical

Der große „Fack ju Göhte“-Vergleich: Zeki im Film und im Musical

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Traumpaar im Lehrerzimmer: Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth) und Zeki Müller (Elyas M'Barek).

Nur kurze Zeit nach dem letzten Teil von „Fack ju Göhte“ feiert das passende Musical Premiere. Ein guter Moment um die Hauptfigur Zeki in beiden Formaten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Diese Augen, dieses Lächeln, dieser Blick! Als Zeki Müller hat Elyas M’Barek Millionen den Kopf verdreht. Vor wenigen Wochen erst ist der letzte Teil der Fack ju Göhte-Trilogie in unseren Kinos angelaufen. Für Fans ist das aber noch lange kein Grund, Abschied – und damit die Zeki-Plakate von der Wand – zu nehmen. Denn: Am 21. Januar feiert die Musical-Version des Kino-Knallers im neuen Werksviertel am Ostbahnhof Premiere. Vorneweg sei schon mal verraten: Fack ju Göhte – se Mjusicäl ist anders als all die bunten Werke, die momentan auf der Musical-Landschaft blühen…

Untypisch ist bereits der Spielort: in einem alten Lager, in dem das Lebensmittelunternehmen Pfanni einst zentnerweise Kartoffeln gestapelt hat, versucht der Aushilfslehrer Zeki Müller, seine Klasse mit unkonventionellen Methoden auf Kurs zu bringen – und mit ihr auch das Publikum, das direkt neben den Hauptdarstellern Platz nehmen darf.

Jella Haase als Chantal auf der Kinoleinwand.

Während Chantal, Danger, Zeynep und Co. ihr Seelenleben mal swingend, mal rappend offenlegen, erwacht das schlichte Bühnenbild in den Köpfen der Zuschauer zum Leben. Da soll es Trampoline geben, Seile, Ringe und Trapeze, die das triste Musical-Theater in eine Turnhalle – eine interaktive Spielfläche – verwandeln. „Anders als im Film haben wir auf der Bühne sogar richtiges 3D“, schwärmt Autor Kevin Schröder. „Die Grafik ist auch nicht schlecht“, ergänzt sein Teamkollege Nicolas Rebscher mit einem Schmunzeln.

Schmunzeln sollen künftig auch die knapp 700 Zuschauer der Show. Die Proben beginnen Mitte Dezember, die Uraufführung findet am 21. Januar statt. Danach tritt Zeki Müller mindestens ein halbes Jahr lang acht Mal pro Woche vor seine 10b. Wir haben den „Neuen“ vorab schon mal unter die Lupe genommen und den Zeki-Vergleich gewagt.

Fack ju Göhte: Der Film mit Elyas M’Barek

  • Rolle: Obwohl das Musical auf dem ersten Teil der Fack ju Göhte-Trilogie basiert, gibt es deutliche Unterschiede im Plot. Lehrer Zeki Müller ist aber zum Glück in beiden Fällen der mürrische Miesepeter mit Herz. Gleichstand!
  • Tanz: Wer die Fack ju Göhte-Trilogie gesehen hat, weiß: ein Zeki Müller muss nicht tanzen. Nein, dafür tanzen ihm die Schüler der 10b zum Teil ganz schön wild auf der Nase herum. Dieser Punkt geht an den Neuen. Sorry, Elyas!
  • Gesang: Auch wenn Elyas M‘Barek in seiner Rolle als cooler Lehrer das Mikrofon bloß zum Scherzen in die Hand nimmt, hat er seine Gesangskünste schon in anderen Filmen unter Beweis gestellt. Wie sich das anhört? Seine Fans sind sich auf etlichen Internet-Foren einig: „Elyas, du kannst soooo schön singen!“ Weil singen vor Live-Publikum aber noch mal mehr Mut erfordert, geht auch dieser Punkt an Max.
  • Schlagfertigkeit: „Chantal, heul leise“, „kanack mich nicht an hier“ oder „Hefte raus, Klassenarbeit, ihr Opfer“ – die Sprüche von Elyas M‘Barek in der Rolle des Zeki Müller sind legendär. Ein cooler Typ, der coole Sprüche reißt – einfach super! Klar, dass wir da einen Punkt vergeben müssen!
  • Beliebtheit: Der beliebte Schauspieler ist von der GQ zum Mann des Jahres 2014 gewählt worden, gewann mit Türkisch für Anfänger einen Bambi und erhielt sogar den begehrten Jupiter-Filmpreis. Ja, in Sachen Beliebtheit reicht Elyas M‘Barek momentan niemand so leicht das Wasser. Keine Frage: Dieser Punkt geht eindeutig an ihn!

Fack ju Göhte: Das Musical mit Max Hemmersdorfer

  • Rolle: Mürrisch, zickig, herzig: Gleichstand!
  • Tanz: Was Elyas M‘Barek auf der Kinoleinwand ärgert, freut Max Hemmersdorfer auf der Bühne. „Ich bin froh, dass ich nicht tanzen muss“, verrät er, „ich kann’s nämlich nicht.“ Weil uns gestern leider die Zeit gefehlt hat, die Tanzkünste des Herrn M‘Barek persönlich zu prüfen, geht der Punkt an den Neuen. Glückwunsch, Max!
  • Gesang: Genauso wie Elyas M‘Barek ist Max Hemmersdorfer Schauspieler. Theaterschauspieler, Filmschauspieler, Preisträger. Preisverdächtig ist auch seine Leistung im Musical. Vor allem die gesangliche! Denn: Der 31-Jährige hat zuvor noch nie vor Publikum gesungen. Hut ab vor so viel Mut, lieber Max – damit geht auch dieser Punkt an dich.
  • Schlagfertigkeit: Wie schlägt sich der Neue? Kann er mit den coolen Sprüchen des Herrn M‘Barek mithalten? Ja, er kann! Das hat er gestern eindrucksvoll bewiesen. Denn: auch Max Hemmersdorfer hat am laufenden Band verbale „Gnackfotzn“ an seine Chaos-Crew verteilt. Auf seinen Lieblingsschüler angesprochen, anwortete Hemmersdorfer: „Keiner – ich kann keinen von denen leiden.“ Wo sich die Zekis einig sind, sind wir es auch: Gleichstand!
  • Beliebtheit: In dieser Kategorie hinkt der neue Zeki (noch) eindeutig hinterher. Aber keinen Grund, traurig zu sein, Max! Denn: was nicht ist, kann ja noch werden!

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