Heimatsound-Festival

Das Unwetter über dem Passionstheater

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Auch Georg Ringsgwandl trat beim Heimatsound Festival auf

Oberammergau - Oberammergau kann auch lässig sein. Das hat man bei dem zweitägigen Heimatsound-Festival im Passionstheater auf der Stelle gemerkt. Auch wenn ein Unwetter hereinbrach.

Und dann kam das Unwetter. Eines von fast biblischer Dimension. Blitze zuckten überm Oberammergauer Passionstheater, es regnete wasserfallmäßig. Ein einheimische Besucherin des Heimatsound Festivals brachte den Sachverhalt auf den einzig logischen Punkt. „Das ist der Zorn Gottes.“ Die Strafe dafür, dass Hans Söllner, dieser bayerische Krawallero, gerade im Passionstheater gesungen hat. Dass die Leute geklatscht haben und manche sogar mitgesungen. Dass dieser Söllner auf der heiligen Bühne stand, auf der sie in dem Passionsdorf sonst alle zehn Jahre ihren Jesus ans Kreuz nageln. Nicht jeder im Ort fand es witzig, dass sie ihn eingeladen haben. Oberammergau kann stockkonservativ sein.

Aber Oberammergau kann auch lässig sein. Das hat man bei dem zweitägigen Festival auf der Stelle gemerkt. Junge, Alte, Bayern und Österreicher tranken gemeinsam Bier und hörten großartigen Bands wie Kofelgschroa, Moop Mama, Express Brass Band oder Georg Ringsgwandl zu. Zum Abkühlen ging’s an den Bierstand oder gleich samt Badehose in die Ammer. Kurzum: Heimatsound hat das Potenzial zum Lieblingsfestival.

Stefan Sessler

 

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