Heißkunstlauf!

Holiday on Ice in der Oly-Halle: So ist "Speed"

Holiday on Ice ist in der Oly-Halle zu sehen

München - Die neue Holiday on Ice-Show Speed in der Olympiahalle ist einmal mehr ein kunterbunter Kufenfasching für die ganze Familie, das Las Vegas der Minusgrade. Die Kritik:

Trotz tempoträchtigen Titels bleibt Michael Schlittschumacher zu Hause – alles ist wie gewohnt im 42. Jahr der Wintersause, auch wenn die Macher der Show mit Eisschnelllauf und Eisspeedway immer wieder kräftig Zwischengas geben.

Die eigentlichen Stars der fröhlichen Eiszeit sind auch 2013 die Kulissendesigner: Ein wunderbar rostiges Weltraum-Vehikel vom intergalaktischen Schrottplatz des Jahres 2213 hängt über der gesamten Eisfläche und sieht aus wie ein Pod-Racer aus dem Krieg der Eissterne. Zwei riesige runde Turbinen an der Bühnenseite dienen als Videomonitore, auf denen unter anderem Sarah Connor zwei Lieder singt. Ob man die Bushido-Schwägerin nun mag oder nicht – mit dieser einfallsreichen Optik haben zumindest die Augen viel Freude an ihr. Das ist gewissermaßen visueller Heißkunstlauf!

Die Eislauf-Attraktionen tragen heuer alle ein „Speed“ im Titel, von „Speed of Love“ bis „Speed of Machines“. Es geht von Afrika über die Küste Hawaiis bis in ein Casino. Die Kostüme sind wie immer eine Pracht, die Lichteffekte ein echtes Feuerwerk – auch wenn die ganz großen „Aaaaaaaah“-Momente diesmal fehlen. Ausnahme: In der Zirkus-Szene „Speed of Thrill“ balanciert Luftakrobat David Gray auf einem riesigen „Wheel of Death“, einem Todesrad, mehrere Meter über dem Eis. Was für eine coole Luftnummer!

Apropos Luftnummer: Ex-Bohlen-Beisitzerin Fernanda Brandao ist noch kürzer zu sehen als ihr Ex-Bandkumpel Silva Gonzalez neulich im RTL-Dschungel, wo er als Erster ausschied. Die Ex-Sängerin der Disco-Kapelle Hot Banditoz konzentriert sich darauf, was sie am besten kann – sehr schön ausschauen. In einer Szene steht sie, als dramatische Frau in Rot, auf einem meterlangen Uhrzeiger auf dem Eis, danach sagt sie ein kurzes Eisschnellrennen an. Das war’s dann auch schon mit ihr.

Macht aber gar nichts: Star des Abends ist eh nicht Frau Brandao – Star des Abends ist die hübsch gemachte Eis-Show, auf die sich auch 2013 vom Enkerl bis zur Oma alle einigen können: Mia san Frier!

Jörg Heinrich

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