Beliebte Volksschauspielerin

Ilse Neubauer feiert 75.: Ein guter Jahrgang

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Ilse Neubauer in ihrer grünen Oase in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Das Ilse-Hasi aus der Hausmeisterin, die Oma aus den Eberhofer-Krimis: Schauspielerin Ilse Neubauer ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und beliebt: Heute feiert sie ihren 75. Geburtstag.

München - Was für ein wunderbar kraftvolles, leidenschaftliches und fröhliches Foto: Ilse Neubauer steht in ihrem Paradies, im Hinterhof ihres Hauses an der Landwehrstraße und lacht herzhaft. Nicht weil sie posiert, sondern weil ihr Sohn einen Witz reißt und gleichzeitig auf den Auslöser gedrückt hat. „Ja, mein Andi macht schon gute Bilder“, sagt sie stolz. Ihr Andi wird auch der Erste sein, der ihr heute, am 27. Juni, gratuliert. 

Manchmal ist das „Ilse-Hasi“ zu bescheiden

75 Jahre wird „Ilse Hasi“, wie sie sich selbst nach ihrer berühmtesten Rolle in der Serie „Die Hausmeisterin“ nennt. „Gell, der gleiche gute Jahrgang wie Barbra Streisand und Aretha Franklin“, scherzt sie. Für Neubauer fast ein anmaßender Vergleich, ist sie doch ganz bescheiden. Manchmal vielleicht ein bisserl zu bescheiden. „Ich nehm’ mir jetzt vor, mehr für mich die Werbetrommel zu rühren.“ Doch die Filmbranche weiß eh’, was sie an der großen Volksschauspielerin hat. RegisseurMatthias Kiefersauer hat sie für seine bayerische TV-Komödie „Falsche Siebziger“ für eine Hauptrolle besetzt. Premiere ist am Mittwoch.

Und die große Geburtstagsparty? „Mache ich am 8. Juli in meiner Galerie“, verrät Neubauer. Mit ihren liebsten Freunden, wieManfred von Papen, der seiner Ilse die humorvolle Einladungskarte gezeichnet hat. Da tanzt sie vergnügt auf einer Sesselkante – ganz so halsbrecherisch kann sie allerdings nicht mehr, nach ihrem schweren Radlunfall vor zwei Jahren. Doch es geht aufwärts.

Der Künstler „Papan“ (Manfred von Papen) hat Ilse Neubauer auf ihrer Einladungskarte verewigt.

„Lebenslinien“ mit dem BR

Heute, am Geburtstag selbst, macht sie eine Reise in die Vergangenheit. Der Bayerische Rundfunk dreht eine Folge der beliebten „Lebenslinien“ mit ihr. Und weil sie einen Teil ihrer Kindheit auf dem Berghof Mittergraseck bei Garmisch verbracht hat, fährt sie dort heute wieder hin – samt Kamerateam. Den Hof hat ihre Mutter später verkauft, der neue Besitzer empfängt sie trotzdem.

Dort aufm Berg kann Ilse durchatmen. „Dann bin ich im Grünen, in der Natur. Das gibt mir Kraft, für alles, was noch kommt.“

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