tz-Konzertkritik

Jamie Cullum im Circus Krone: Herrlich stürmisch

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Jamie Cullum (Archivfoto)

München - Jamie Cullum ist im ausverkauften Münchner Circus Krone aufgetreten - und zeigte sich herrlich stürmisch: die tz-Konzertkritik.

Schon klar: So mancher Jazzfan hat sich empört, dass sich der britische Tausendsassa Jamie Cullum der Popmusik geöffnet hat. Diese Leute toben, weil Cullum sich erdreistet, dem Publikum Spaß zu gönnen. Nur: Herrn Cullum und seinen Fans im restlos ausverkauften Münchner Circus Krone ist das herzlich egal.

Ein Jazzpurist war Cullum ohnehin nie, und in Wahrheit ist er kein Abtrünniger, sondern eher ein subversiver Doppelagent. Er lotst Menschen, die alleine beim Aussprechen des Wortes „Jazz“ von einem panischen Fluchtreflex ergriffen werden, in seine Konzerte und öffnet ihnen die Ohren. Von nur vier exzellenten Multiinstrumentalisten begleitet, entfacht er einen Klang-Sturm, der den Menschen keine Zeit lässt über Genre-Grenzen nachzudenken.

Cullum tobt fröhlich von Jazz- Standards zu Beatles-Covern, zitiert Michael Jackson und klopft sich alleine am Klavier durch einen Stampfer von Rihanna, eingestreut werden die Eigenkompositionen. Alles immer zwingend, immer raffiniert und voll aufrichtiger Spielfreude. Zwischendrin stürzt sich Cullum wie Springsteen ins Fan-Getümmel.

Zoran Gojic

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