Teuflisch himmlisch

Judas Priest: Es ist alles wie seit 40 Jahren

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Judas Priest bei Rockavaria.

München - Bei Judas Priest war auch beim Auftritt bei Rockavaria alles so, wie es seit 40 Jahren ist. Und das ist ein gutes Zeichen.

Es ist alles wie seit 40 Jahren: Frontmann Rob Halford kultiviert kurzatmige Phrasen, die satten Gitarrenwellen kompensieren alle Sangeslöcher, und dann haut Halford wieder einen oder mehrere dieser markerschütternden und pulstorpedierenden Spitzentöne aus seiner Kehle - um sich danach wieder seinen Drei- bis Viertonkürzeln zu widmen. Das ist Judas Priest. Das ist teuflisch himmlisch, phänomenal. einmalig. Vielleicht sogar die Essenz des Heavy Metal. Großartige Kammermusik im stahlharten und dennoch tiefromantischen Gewand. Turbo Lover, Breaking The Law, Living After Midnight. Zwischendrin rumpelt Halford auf einer Harley auf die Bühne. Und immer wieder schleicht er sich kurz raus. Wahrscheinlich liegt er dann unterm Sauerstoffzelt, was er sich nach diesem Auftritt mit sensationellen Shouter-Spitzen redlich verdient hat. „We will come back“, verspricht Meister Hal am Schluss. Bitte tut‘s! Ihr seid unersetzlich!

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Rockavaria 2015: Die Highlights vom Samstag in Bildern

M.B

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