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Alle wollen "Ekzem Homo" sehen

Kammerspiele: Was Polt zum Ansturm sagt

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Gerhard Polt auf der Bühne.

München - In einer 100 Meter langen Schlange standen am Montag viele Münchner vor den Kammerspielen um Karten für "Ekzem Homo" an. Gerhard Polt verrät gegenüber der tz, wie er diesen Hype sieht.

Für „Ekzem Homo“ (Kammerspiele) stehen die Leute Schlange.

Das war am Montag „Longline“ an den Kammerspielen: eine 100 Meter lange Schlange vorm Theater, von der Maximilianstraße bis in die Falckenbergstraße hinein. Alle wollten Karten für eine der fünf März-Vorstellungen von Ekzem Homo, dem neuen Stück des Kabarettisten Gerhard Polt (72) und der Well-Buam aus’m Biermoos. Am Montag waren die Tickets für alle März-Vorstellungen innerhalb von eineinhalb Stunden weg. Kammerspiele-Intendant Johan Simons (68) bemerkt schlitzohrig, dass es schön sei, wie der „Popstar Gerhard Polt“ so einschlägt.

Polt kann sich vorstellen, Ekzem Homo über die Saison hinaus zu spielen

Ekzem Homo wird bis inklusive Juli monatlich mehrmals auf­geführt. Die Termine stehen noch nicht fest. Am 16. März ist der Vorverkauf für die April-Vorstellungen – ob Internet, Anstehen oder Telefon: Das Haus bemüht sich, auf allen Wegen gleich viele Karten zur Verfügung zu stellen. Wenn nicht wie am Montag der Server zusammenbricht …

Polt war am Montag beim tz-Anruf über den Ansturm überrascht. „Ich kam grad vom Einkaufen und hab das nicht mitgekriegt.“ Hat er mit dem Erfolg gerechnet? „Man rechnet weder mit Erfolg noch mit Misserfolg. Man wartet ganz neutral. Wie ein Frosch auf die Fliege.“ Er könne sich gut vorstellen, Ekzem Homo auch über die Saison hinaus zu spielen. „Weil wir Lust darauf haben, aber das muss der neue Intendant entscheiden.“

Polt: Ich habe "Gott sei Dank" sehr gute Nachbarn

Warum das Thema Nachbarschaft in Ekzem Homo so aktuell ist? Oder liegt’s „nur“ am Polt? „Um Gottes Willen, ich hoffe und gehe davon aus, dass es die Thematik ist und wie wir sie präsentieren. Manche Themen wird es immer geben: Liebe etwa oder Nachbarschaft. Sie sind nicht aktuell, sie sind akut“, sagt Polt.

Er habe „Gott sei Dank“ sehr gute Nachbarn. Wie würde er sich als Nachbar beschreiben? „Gar nicht. Das ist Aufgabe des Nachbarn! Ich würde nie von mir als Nachbarn ein Selfie machen. Auch wenn wir alle wissen, welch großartige Erweiterung so ein Selfie für die Gesellschaft ist …“ Klar: Das „Equipment“ (Polt), etwa Schreddermaschine oder Bulldozer, sagt was aus über den Nachbarn. Es empfiehlt sich: „Warten, was möglich ist.“ Wie der Frosch auf die Fliege.

M. Bieber

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