Kommentar

Gasteig-Sanierung: Keine Luxus-Angelegenheit

MM-Redakteur Markus Thiel. 

Das Verschleppen von Kulturvorhaben hat an der Isar Tradition. Fast 15 Jahre verstrichen, bis ein Standort für den staatlichen Konzertsaal gefunden wurde. Und auch die Generalsanierung des Gasteig hätte man wesentlich früher haben können – und damit günstiger.

Dass es in den vergangenen Wochen sehr schnell und effektiv voranging, ist dem neuen Gasteig-Chef Max Wagner zu verdanken. Nicht nur die Stadträte dürften festgestellt haben: Diesem begeisternden Mann mit der positiven Ausstrahlung kann man schwerlich etwas abschlagen.

Klug und vorausschauend ist die Entscheidung, sich nicht nur um marode Leitungen und eine neue Sprinkleranlage zu kümmern, sondern das Kulturzentrum inhaltlich neu aufzustellen. Erst jetzt erschließt sich, wie viel vor fast vier Jahrzehnten falsch gemacht wurde – und damit ist nicht allein die Akustik der Philharmonie gemeint. Was München vorhat, ist also keine Luxus-Angelegenheit, sondern eine Notwendigkeit.

Was noch fehlt auf Seiten der Stadtspitze, ist eine ähnlich offensive, kreative Haltung bei der Interimsspielstätte. Riem mag sich am flottesten verwirklichen lassen. Paketposthalle oder ein anderes zentrales Grundstück wären dennoch angemessener – und bürgerfreundlicher.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Thema: Gasteig-Sanierung ist beschlossen - so geht es jetzt weiter

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