Schulter nach Radlsturz kaputt

Tour-Auftakt unter Schmerzen: Starker Schmidbauer

+
Stark trotz fieser Schulter: Werner Schmidbauer am Samstag im vollen Kro­ne.

München - Dass das Samstags-Konzert im Krone „wirklich schee“ war, das war gar nicht selbstverständlich. Denn Werner Schmidbauer hat sich kurz vor dem Auftakt seiner Tournee die Schulter ausgerenkt – und sogar angebrochen!

„Das ist zehn Meter vor meiner Haustür beim Heimradeln passiert, erzählt der Musiker der tz. Das Krone-Konzert lief schmerzfrei dank Tabletten und Spritze, aber beim Verabschieden eines Stars hat er wohl ein bisserl zu überschwänglich die Arme hochgereckt – und der Schmerz war plötzlich wieder da! Das Warmup-Konzert in Isen musste er absagen. Aber Entwarnung für die Fans: „In ein paar Tagen ist das vorbei.“

Nach dem Radlsturz hat Schmidbauer selbst Hand angelegt: „Ich hab mir die Schulter eingerenkt – das muss schnell gehen, damit sich die Bänder nicht anspannen.“ Woher er das kann? „Ich hab mit 17 Jahren beim Hürdenlauf dasselbe schon mal erlebt, damals hatte das der Leichtathletik-Trainer besorgt.“ Die Schmerzen waren groß, aber: „Das geht man ja mit der Vernunft an: Wenn man wartet, dann wird das ja noch schlimmer. Es hat also beim Einrenken furchtbar gescheppert, aber es ging.“

Danach beim Röntgen wurde kein Bruch festgestellt, nur eine starke Prellung. „Doch der Knochen war instabil, und jetzt ist der Oberarmkopf eingedrückt. Die Schulter ist das komplizierteste Gelenk. Da hat es mich sauber durchgeschüttelt. Aber bis zum nächsten Auftritt am Donnerstag in Hassfurt ist das sicher wieder gut“, sagt Schmidbauer.

Der Musiker ist dankbar, wie viel Unterstützung er im Internet kriegt: „Ich hatte Angst, dass die Leute in Isen grantig sind, weil ich das Konzert erst am selben Tag abgesagt hatte – ich wollte es unbedingt probieren, aber es ging nicht. Aber die Reaktionen waren super. Danke!“ Nachgeholt wird’s im kommenden Jahr.

M. Bieber

So wie beim Familientreffen

Es ist ein bisschen so wie bei einem Familientreffen. Wenn Werner Schmidbauer und sein Kompagnon Martin Kälberer in München spielen, ist die Hütte voll. So ist es beim Tollwood. So ist es, wenn sie in den Circus Krone laden wie am Samstag beim Tour-Auftakt zu ihrem neuen Album Wo bleibt die Musik?

Schmidbauer und Kälberer (r.) jubeln mit Claudia Koreck und Pippo Pollina (Mitte).

Nach dem Hype und das grandiose Süden-Programm (jetzt auch auf Doppel-DVD und CD) mit ihrem italienischen Seelenbruder Pippo Pollina sind Schmidbauer und Kälberer wieder als Duo aktiv. Sie mussten sich davor jedoch erst wieder neu (er-)finden. Schmidbauer fand bei einer kleinen Auszeit in Istanbul neue Energie, die ihn gleich zu einem komplett neuen Album trug.

Einfühlsame Texte, tiefe Einblicke ins Seelenleben eines Künstlers: Wo bleibt die Musik? ist tatsächlich ein musikalischer Neuanfang, aber kein Bruch mit all dem, was die Fans von Schmidbauer und Kälberer erwarten dürfen. Zwei Vollblutmusiker, die wieder allein unterwegs sind – und trotzdem gerne mit anderen Musik machen. Deshalb haben sie sich jede Menge Freunde auf die Bühne im Krone eingeladen. Pollina war da und Claudia Koreck. Und 2000 Fans. Die Familie war komplett.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

Auch interessant

Kommentare