Konzertkritik

André Rieu in der Olyhalle: Alle Straussaufgaben gemacht

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Meister der Walzer-Sause: André Rieu (Archivbild)

Oh ja, dieser Mann hat seine Straussaufgaben gemacht! Wie immer prächtig inszeniert, sorgten André Rieu und sein Johann Strauss Orchester in der ausverkauften Olympiahalle für eine unterhaltsame Walzer-Sause.

München - Selbst wer ein klein bisschen unfreiwillig in dieses Konzert geraten ist, oder sonst lieber andere Musik hört, kann sich dem Charme dieses wunderbar altmodischen Spektakels aus Holland nicht entziehen. Beim Rieu reißt es alle mit. Ene, mene, muh, und Strauss bist du!

„Spaß, Tränen, Tanz und Gesang“ verspricht der fidele Fiedler aus Maastricht, und genau das bietet er auch. Was dabei gespielt wird, ist beinahe schon egal. Diesmal ist es unter anderem der „Schlittschuhläufer-Walzer“ von Émile Waldteufel, bei dem das Orchester so tut, als würde es auf Kufen gleiten – bevor es sich mit einem Schnapserl aufwärmt. „Passt zum berühmten winterlichen Scheißwetter in München“, ulkt der Maestro. Die bewährten Platin Tenors sorgen mit „Granada“ für Wärme, und die Münchner unterstützen sie mit einem zünftigen „Olé“. Comedy gehört bei Rieu eben immer dazu, aber auch fabelhafte Musiker wie die chinesischen Sopranistinnen Shao Lin und Jing Li, die auch bei Händels prachtvollem „Halleluja“ mitsingen.

Österreicher sorgen für Stimmung

Für Stimmung sorgen natürlich die Österreicher. An den Strauss-Walzern führt kein Weg vorbei. Die hat man von Rieu schon unendlich oft gehört – macht aber nichts, so lange der König der Stehgeiger und seine Musiker mit so umwerfender Begeisterung am Werk sind. Der Mann mit der Stradivari hat in München auch 2018 wieder alle Maastricht-Kriterien erfüllt.

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