Im Münchner Volkstheater

Konzertkritik: Ein lässiges neues Jahr mit den Fishbones

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Was für eine Spiellaune: Die Bananafishbones im Volkstheater.

München - Das nennt man wohl Pech: Vor der letzten Zugabe verlassen drei Herrschaften aus Reihe eins schnell den Saal des nahezu ausverkauften Volkstheaters. Unwissend, dass sich Sekunden später genau vor ihre drei Plätze die Bananafishbones samt Gästen und Gitarren am Bühnenrand niederlassen, um ein letztes leises Lied zu zelebrieren: First day of my life.

Es ist später Sonntagabend, Abschluss des traditionellen Neujahrskonzertes des umtriebigen Trios aus Tölz. Zweieinhalb Stunden liefern die Brüder Horn und Schlagzeuger Florian Rein wieder einmal beste Live-Unterhaltung – kurzweilig, entspannt, kraftvoll, cool. Mit alten Hits (Easy day), Raritäten (Harm) und Coverversionen ihrer Vorbilder von The Cure, gespickt mit Geräuschen und wunderbaren Geschichten von Sebastian Horn, dem freakigen Bassisten und Sänger mit dem Rauschebart.

Was für eine Spiellaune: Florian Rein entlockt Jingle Bells mit Flip-Flop- Schlägen einem selbst gebastelten Instrument aus Plastikrohren, genannt „Klopfophon“. Ein Gewinn: die zwei Gäste aus München. Luke Cyrus Goetze aus der Combo von Claudia Koreck begeistert an E-Gitarre und Lapsteel. Singer-Songwriterin Henriette Gröblehner von Pour Elise gibt einigen Fishbones- Stücken erstmals nach 28 Bandjahren eine glockenklare Frauenstimme.

Riesen-Applaus

Marco Mach

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