Konzertkritik

Death Angel: Feuersturm über München

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44 und kein bisschen leise: Death Angel-Sänger Mark Osegueda, im Hintergrund Gitarrero Rob Cavestany

München - Death Angel zeigen im Backstage, warum sie nach wie vor zur absoluten Weltspitze im Thrash-Metal zählen. Die tz bangte mit.

Ihren letzten beiden München-Gigs mussten Death Angel jeweils als Vorband bestreiten. 2009 für Kataklysm, 2010 für Kreator (beide Male als klarer Punktsieger). Dieses Mal durften die Roadwarriors aus San Francisco endlich wieder als Headliner ran. Und die 90 Minuten in der ordentlich gefüllten Backstage-Halle ließen keinen Zweifel, wer im (Live)-Thrash anno 2013 neben Overkill die absolute Weltspitze verkörpert. Vom Einstieg mit "Left for Dead" vom neuen "The Dream Calls For Blood"-Album bis zum letzten "Ultra Violence"-Akkord entfachten Death Angel einen Feuersturm, der jeden Banger mit weihnachtlichem Grinsen zurück in die Nacht schickte. Die reine Wonne, mit welcher Spielfreude Riffmeister Rob Cavestany (45) und seine Gang auch nach drei Jahren Quasi-Dauertour zu Werke gehen. Sänger Mark Osegueda (44) schreit sich die Seele aus dem Leib (und spart sich das Pathos bei seinen Ansagen weitestgehend), Bassist Damian Sisson erinnert mit seinem Dauerbangen an Cliff Burton. Und mit Schlagzeuger Will Caroll haben Death Angel einen würdigen Ersatz für Andy Galeon gefunden. Härter und präziser haut auch ein Gene Hoglan nicht drauf. Einziger Kritikpunkt: die Songauswahl. Ein paar mehr alte Perlen hätten es schon sein dürfen. "Mistress of Pain" vom Debut, "Seemingly Endless Time" vom 1990er-Meisterwerk "Act III" und der Anfang vom Instrumental "The Ultra-Violence" sind bei 17 Songs doch ein bisserl wenig. Dann halt nächstes Mal.

Ludwig Krammer

Setliste:

Left for Dead

Son of the Morning

Mistress fo Pain

Fallen

Relentless Revolution

Claws In So Deep

The Dream Calls For Blood

Seemingly Endless Time

Succubus

Execution – Don"t Save Me

Thicker Than Blood

Sonic Beatdown

Caster of Shame

Zugaben:

Lord of Hate

Truce

Thrown To The Wolves/The Ultra-Violence (Anfang)

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