Schlager-Legende im Circus Krone

Konzertkritik: Ein Fest für Kaiser-Treue

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Roland Kaiser (62): Sein Zug ist noch lang nicht abgefahren.

München - Plötzlich schmettert er die New-York-Hits von Udo Jürgens und Frasnk Sinatra als Hommage. Und wie! Ganz neue Seiten zeigt Roland, der Schlager-Kaiser (62), im Circus Krone: die Konzertkritik.

Genauso wie vor der Pause überzeugt er in der Akustik-Session als Zugabe. Da stimmt er nur mit Gitarrenbegleitung einige seiner großen Hits wie Schach matt an. Ungewöhnlich reduziert. Ungewöhnlich gut. Ansonsten begeistert Kaiser in bekannter Art mit neuen Songs seines Seelenbahnen-Albums, reißt das Rund aber vor allem mit seinen Hits von den Sitzen. Santa Maria textet er selbstironisch kurz um, der Protest der Menge folgt prompt. Bühnenausstattung, Licht und Sound sind etwas zu mächtig für den Circus. Sei’s drum. Pünktlich erscheint der Münsteraner locker im Smoking. Seine Stimme wird nach seiner Lungen-OP 2010 immer besser. Seine zwölfköpfige Band verleiht den alten Songs ein frisches, ja fast ein Bigband-Gewand. Saxofonistin Tina Tandler – einfach famos. Weniger gelungen sind dagegen seine triefenden Zwischenansagen. Die Sexbomb nimmt man dem Mann nicht mehr so richtig ab. Insgesamt: Für Kaiser-Treue war das knapp dreistündige Konzert eine Wucht.

Marco Mach

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