Show im Zenith

Konzertkritik: Mit Fettes Brot auf Partysafari

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Fettes Brot (Archivfoto).

München - „Wenn ich eine Party schmeiße, kannste kommen“, heißt es auf der neuen Platte von Fettes Brot – der Einladung sind die Münchener Fans der Band liebend gerne gefolgt. Im Zenith haben Hamburgs Hip-Hop-Dinosaurier eine wilde Party gefeiert.

Nur wenige deutsche Bands dürften es in den vergangenen 20 Jahren zu einer solchen Hit-Dichte gebracht haben wie Fettes Brot. Dementsprechend ist für jeden etwas dabei. Den Nostalgiker, der beim „Jein“ am liebsten die Zeile „Es ist 1996“ mitsingt ebenso wie für die neu hinzugekommenen Fans, die mit einer Menge Songs vom aktuellen Album „3 is ne Party“ bedient werden – ein generationenübergreifender Spaß.

König Boris, Doktor Renz und Björn Beton – Selbstbeschreibung: Drei Hamburger mit dem Monsterbass – lassen dabei keine Pointe liegen. Lässig balancieren sie zwischen feiner Ironie und derber Alberheit. Hauptsache es gefällt. Ihre Hip-Hop-Verbundenheit bringen die Brote mit einem grandiosen Medley zum Ausdruck: Von Advanced Chemistrys „Fremd im eigenen Land“ bis Sidos „Mein Block“ zitieren sie alles, was in der Deutsch-Rap-Szene Rang und Namen hat – Beginner, Fanta 4, Das Bo. Und als besonderen Gruß an das Münchner Publikum gipfelt das Ganze in der Brot-Version der „Partysafari“ der Lokalmatadore von Blumentopf.

Auch nach 20 Jahren Bandgeschichte sind die Brote also kein bisschen leise – und beherrschen das Spiel mit dem Publikum weiterhin perfekt!

Marc Kniepkamp

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