Krönender Abschluss

Up The Irons! Konzertkritik zu Iron Maiden bei Rockavaria

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Iron Maiden bei Rockavaria.

München - Einen krönenden Abschluss bei Rockavaria boten am Sonntagabend die britischen Heavy-Metal-Legenden Iron Maiden: die Konzertkritik.

Um 21.30 Uhr greift Bruce Dickinson zum Union Jack und schwenkt ihn über die Bühne. Der Maiden-Fan weiß: Zeit für "The Trooper". Wie eh und je singen und fetzen die Gitarren in Parallel-Terzen, das Olympiastadion bebt, und Iron Maiden zeigen wieder mal, dass ihre Mischung aus flottem Bonanzarhythmus und mitreißender Melodik ein-ein-einmalig ist.

Drei Luxusgitarristen sind mit Smith, Murray und Gers im Boot, der Dino am Bass und wichtigster Kreativkopf Steve Harris ist nach wie vor mit der wohl dicksten Hornhaut im Rockzirkus gesegnet, und Nicko McBrain irrwischt mit Perfekt-Präzision hinter seiner XXL-Schießbude. Die Bühne ist mystisch im Tempellook, passt schließlich auch zum Ägypten-Klassiker "Powerslave", der den "Trooper" gleich ablöst. Inklusive Dickinsons Schlusstenor-Figur, die er schön auskostet wie vor 30 Jahren.

Iron Maiden haben ganz einfach die Gabe, wunderschöne Melodielinien in die Gitarren zu legen. Dass die Briten wohl niemals zu US-Superstars werden, macht nix und ist vielleicht auch eine Auszeichnung. Die sind einfach zu europäisch. Oder zu gut. Heavy Metal ist schließlich traditionell britisches Hoheitsgebiet. Up The Irons! Bis zum nächsten Mal, Jungs, Bruce wird die Boeing schon sicher weiterfliegen. Nicht wie Icarus.

Matthias Bieber

Der Rockavaria-Ticker zum Nachlesen

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