Auftritt in München

Konzertkritik: So war Nightwish in der Olympiahalle

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Nightwish rockte die Olympiahalle

Die finnische Symphonic-Metal-Band Nightwish ist am Mittwoch in der Münchner Olympiahalle aufgetreten. Eine Konzertkritik.

Durch fantasievolle Landschaften mit Regenbogen fliegen, vorbei an Wasserfällen, durch dunkle Wälder schweben, von den Bäumen hängen mystische Lampen, durch Landschaften im Nebel, durch die Nacht bei Mond, Sterne und Schnuppen wandern - die Film- und Bildsequenzen lassen das Herz eines jeden Fantasy-Fans höher schlagen. Nur der kleine Hobbit aus Tolkiens Trilogie "Herr der Ringe" fehlt. Stattdessen steht Floor Jansen in der Mitte der Bühne, die Arme ausgebreitet, die Stimme klar, das lange Haar wirbelnd im Ventilatorwind, und schwebt durch Zeit und Raum. 

"Decades" lautet der Titel der aktuellen Welttour der finnischen Symphonic-Metal-Band Nightwish, am Mittwochabend nimmt die Gruppe um Gründer, Mastermind und Keyboarder Tomas Holopainen die Fans in der gut zu zwei Dritteln gefüllten Olympiahalle mit auf einen Trip durch gewaltige Klang- und Bilderlandschaften, da würden dem kleinen Hobbit und dem großen Zauberer Gandalf die Tränen der Freude in den Augen stehen. Der bombastische Metal-Rock ist der ideale Wegbegleiter für des Hobbits Reise. 1996 hatte Holopainen am Lagerfeuer die Idee, diese Art des Hardrocks umzusetzen. 

Nightwish: Frontfrau mit gewaltiger Stimme

Ein bisschen Fantasy, eine Frontfrau mit gewaltiger Stimme (Floor Jansen ist die mittlerweile die dritte in der Bandgeschichte), fertig ist die Kiste. Dreckiger und verschwitzter Heavy Metal ist das freilich nicht, von Ekstase, wildem Geschrei und Gehüpfe ist das Publikum so weit entfernt wie der kleine Hobbit aus Mittelerde vom dunklen Mordor. Dafür fliegen die Nightwish-Fans (viele von ihnen in der Olympiahalle haben die 40 locker überschritten und auf schwarze Kleidung gänzlich verzichtet) dank der Musik und Bühnenshow (Feuerbälle und Blitze inklusive) von Nightwish einmal nach Mittelerde und zurück. Es gibt viele Dinge, die langweiliger sind als das.

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