Münchner Philharmonie

Konzertkritik: Geht ja doch noch, Chris de Burgh!

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Chris de Burgh gastierte in München.

München - Chris de Burgh trat am Sonntag in der Münchner Philharmonie auf. Der 66-Jährige bringt immer noch Damen- und tatsächlich Männerherzen zum Schmelzen.

Eine Orchidee, eine Unterhose und ein Deutschlandtrikot bekommt unter anderem der irische Barde Chris de Burgh am Sonntag in der Münchner Philharmonie von Anhängerinnen auf die Bühne gereicht. Der 66-Jährige bringt immer noch Damen- und tatsächlich Männerherzen zum Schmelzen. Punkt 20.01 Uhr empfangen sie ihren Star mit Ovationen. Der begrüßt sie mit The Hands Of Man, Titelhymne seines neuen Albums. Danach packt Chris de Burgh aber nur noch seine treuesten Fans. Weil der Mann zu dick aufträgt. Jedes Lied wird mit einem Video unterstützt. Das macht seine rührseligen, schönen Balladen nur noch schnulziger. Dazu gibt’s eine kitschige Lichtshow und eine Band, die nicht quicklebendig wirkt. Wie ihr Frontmann. Der sitzt in einem Lehnsessel und ruft zum Respekt vor alten Leuten auf. Hat er noch Lust auf das, was er macht, oder parodiert er sich selbst? Die Antworten gibt er nach der Pause. Da konzentriert sich de Burgh auf seine Ausnahmestimme. The Lady In Red zerstört er ein wenig, weil er mehr Hände schüttelt als singt. Dafür gibt er nach zwei Stunden nochmals richtig Gas. Don’t Pay The Ferryman, High On Emotion – alles steht, alles tanzt, und Chris de Burgh rockt, rennt über die Bühne. Geht doch.

Marco Mach

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