Konzertkritik

The Corrs: Comeback mit angezogener Handbremse

Andrea Corr

München - Man würde das alles eigentlich lieber in einem irischen Pub erleben als in der Münchner Olympiahalle. Zumal in die am Dienstagabend nur rund 4000 Zuhörer gekommen sind, um The Corrs zu hören.

Also der übliche Trick der Veranstalter: die Hälfte der Halle abhängen, um zumindest etwas Atmosphäre zu schaffen.

Leider hat das Publikum die ersten eineinhalb Stunden keine Muße, sich der charakteristischen Irish-Pop-Stimme von Andrea, ihrer coolen Schwester Caroline an den Drums, Schwester Sharon an der Violine und Bruder Jim an der Gitarre voll hinzugeben. Kopfwippen ist da noch der größte Gefühlausbruch.

Das liegt zum großen Teil an den Iren selbst, die ihren Mix aus neuen Songs und Klassikern wie „Give me a Reason“ und „Irresistable“ einfach herunterspielen. Ihre treuen Fans haben sie zwar nach zehn Jahren Abwesenheit nicht vergessen, eine Beziehung zu ihnen können sie dennoch nicht aufbauen.

Erst kurz vor Schluss zündet das Programm dann doch. Und sieh an: Die Halle tanzt. Die Iren lachen. Und danken brav. Ein Comeback mit angezogener Handbremse. Nächstes Mal besser gleich im kleineren Rahmen, ein Guinness in die Hand – dann wird es sicher ein großer keltischer Spaß.

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