Konzertkritik

Lenny Kravitz in der Olympiahalle München: Sein Hüftschwung sitzt perfekt

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Immer noch ein cooler Typ: Lenny Kravitz gestern in Aktion in der Olyhalle.

Lenny Kravitz stand am Donnerstagabend in der Olympiahalle in München auf der Bühne. Der Gitarren-Guru Kravitz startete seine neue Tour mit alten und neuen Hits - die Konzertkritik.

München - Licht aus, Nebelmaschine an, den Afro nochmal durchgeschüttelt und los geht‘s. Die Lederschlaghose sitzt, die Sonnenbrille auch - Lenny Kravitz ist in der Stadt und hat nicht nur seinen Hüftschwung sondern auch einen ganzen Gitarrenkoffer voller Hits mitgebracht. Schon früh bläst er den Zuschauern in der Olympiahalle mit seinem Cover von „American Woman“ die Regentropfen aus den Klamotten, die der kräftige Schauer kurz vor Konzertbeginn hinterlassen hat. Nicht selbstverständlich: Auch mit 54 Jahren sitzt bei Lenny Kravitz jeder Ton.

Seit drei Jahrzehnten ist der Rockstar mit dem Funk im Blut mittlerweile im Geschäft. Sein elftes Studioalbum hat er „Raise Vibration“ getauft, es erscheint am 7. September. Und als Auftakt der dazugehörigen Europa-Tournee hat sich Lenny Kravitz die Münchner Olympiahalle ausgesucht, für eines von vier Konzerten in Deutschland.

Lenny Kravitz - ist seine Zeit als Zuschauermagnet vorbei?

Der ganz große Zuschauermagnet wie in seinen bislang erfolgreichsten Zeiten zur Jahrtausendwende scheint Lenny Kravitz zumindest in München nicht mehr zu sein. Sowohl in der Arena als auch auf den Rängen klaffen einige Lücken - und das, obwohl die Veranstalter den hinteren Bereich der Halle ohnehin schon mit schwarzen Tüchern abgehängt haben.

Davon lassen sich Lenny Kravitz und seine Bandkollegen aber nicht beeindrucken. Bei seiner neuen Single „Low“ (inklusive Michael-Jackson-Sample) lässt der Multiinstrumentalist, der auf seinen Alben schon mal alle Instrumente selbst einspielt, die Gitarre links liegen und überlässt seiner hervorragenden Band die Begleitung. Dafür gibt‘s artigen Applaus, aber deutlich lauter stimmt das Publikum bei Klassikern wie „It ain‘t over till it‘s over“, „Where are we runnin‘?“ oder dem Dauerbrenner „Fly Away“ mit ein. Da wird Lennys Hüftschwung plötzlich ansteckend - und selbst der Oberrang zur Tanzfläche.

Von Dominik Göttler

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