Konzertkritik

Lecker: Marlon Roudettes Softeis für die Ohren

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Marlon Roudette.

München - Marlon Roudette gastierte einmal mehr in München - und lieferte auch in der Muffathalle zuverlässig, was man von ihm erwartet.

Langsam könnte sich Marlon Roudette einen Wohnsitz in München einrichten. Die Gute-Laune-Granate aus der Karibik spielte 2014 bei der Meisterfeier des FC Bayern im Postpalast und bei der Night of the Proms in der Olympiahalle. Und nun war er zurück, zum ausverkauften Konzert in der Muffathalle. Und der vielleicht sonnigste Popstar der Welt lieferte zuverlässig, was man von ihm erwartet: Happy-Sound, fluffig wie Softeis – überschaubarer Nährwert, trotzdem lecker.

Ganz unprätentiös zur Akustik-Gitarre kommt der 32-Jährige auf die Bühne, von großer Show keine Spur. Aus der Solo-Nummer wird Anti Hero, sein Mega-Hit von 2012. Aber von wegen Anti Hero! Schon beim ersten Song feiert München seinen Helden, der sich artig auf Deutsch bedankt: „Hallo Munschen, wie geht’s, wie geht’s? Freut misch!“

Das sagen sie alle – aber Roudette glaubt man’s aufs Wort. Sein stimmungsaufhellender Serotonin-Sound macht einfach Spaß. Schon das Piano-Intro zu seinem ersten großen Solo-Hit New Age wird bejubelt – die ganze Muffathalle schunkelt mit. Und bei seiner jüngsten Nr. 1 When The Beat Drops Out swingt er an den Steeldrums, genau wie im Dezember bei den Proms. Nichts Neues bei Marlon Roudette. Und warum auch? Wer bei seinem cleveren Party-Pop schlechte Laune hat, dem müssen ganze Kompanien von Läusen über die Leber gelaufen sein.

Jörg Heinrich

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