Rapper in München

Marteria-Konzertkritik: Das Zenith knallt durch

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Marteria (Archivfoto) überzeugte in München.

München - Pflichttermin für alle "Marteria Girls" – und für ihre Jungs! Marteria, der Schlau-Rapper aus Rostock, ließ es im ausverkauften Zenith gewaltig krachen.

Noch einmal laut, bevor die stade Zeit anfängt, noch einmal tanzen, bevor die Adventskerzen brennen – es hätte nicht besser sein können. Der Ex-Fußballer, das Ex-Model bewies, dass Rap Hirn, Bauch und Beine gleichermaßen ansprechen kann.

„Lila Wolken“, seine Nummer 1, ist eine dieser verflixt cleveren Hymnen, für die nicht nur Hardcore-Rap-Fans Marteria lieben. Auch im Zenith bringt er eine furiose Mischung aus Rap, Pop und Rock auf die Bühne. Seine Band in klassischer Rockbesetzung macht Dampf. Und Marteria rappt diese Hits mit ihren Anspielungen gegen Nazi-Dumpfbacken, gegen Homophobie, bei denen man gerne ganz genau hinhören möchte, wenn die Beine nicht so gewaltig zappeln würden.

„Ich geh' vorne weg, bin Pionier“, spielt er auf seine DDR-Kindheit an, und das ist nicht die einzige Retro-Reminiszenz. Im Hintergrund dreht sich eine 120er-BASF-Kassette, und Marteria singt über „Amys Weinhaus“, den Laden, in dem sich harte Jungs ausheulen dürfen. Beim Mega-Hit „Kids (2 Finger an den Kopf)“ macht das ganze Zenith „Peng! Peng! Peng! Peng!“, und knallt endgültig durch. Freimann feiert – beinahe so lang, bis die Wolken wieder lila sind.

Jörg Heinrich

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

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