„Dann würde ich glatt wahnsinnig werden“

Maxi Schafroth: So bereitet er sich auf sein erstes Mal als Nockherberg-Redner vor

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Maxi Schafroth tritt in große Fußstapfen.

Maxi Schafroth tritt in große Fußstapfen. Vor seinem Debüt als Nockherberg-Fastenprediger mangelt es dem Allgäuer nicht an Selbstbewusstsein - und an Ideen.

München - Ein Allgäuer auf dem Nockherberg – das gab’s noch nie! Und nicht nur das. Maxi Schafroth ist mit seinen 34 Jahren der jüngste Fastenprediger in der Geschichte des Starkbierfests. Walter Sedlmayr, Django Asül, Luise Kinseher – der Kabarettist tritt in große Fußstapfen. Aufgeregt sei er deswegen allerdings nicht – „eher voller Vorfreude“. Der sympathische Lockenkopf geht die Sache ganz locker an. Denn: „Wenn ich mir jetzt schon ausmalen würde, wie die Leute im Saal reagieren“, sagt Schafroth, „dann würde ich glatt wahnsinnig werden.“

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Seit drei Jahren tourt Maxi Schafroth mit seinen Spezln durch Deutschland. „Faszination Bayern“ heißt das Programm, mit dem er Abend für Abend Saal um Saal verzaubert. Über die Jahre hinweg habe er den ein oder anderen Gag verändert, erzählt er. Die Mimik, die Gestik, den Singsang in seiner Stimme. In der Regel sei ein Witz nach dem dritten Vortragen perfekt. Aber: Die Möglichkeit, sich auf sein Publikum einzulassen, seine Reaktion zu testen, hat Maxi Schafroth auf dem Nockherberg nicht. „Da muss jeder Satz sitzen.“ Die größte Herausforderung sei, bei der Vorbereitung nicht zu verkopfen.

„Lockerheit bewahren“

„Ich will meine Lockerheit bewahren“, erzählt er, „die Leichtigkeit in der Kunst.“ Rund 50 DIN -A4-seiten stapeln sich mittlerweile auf seinem Schreibtisch – klein beschrieben, voller Gehalt. Aus all den Infos, die sich zum Derblecken eignen, muss Schafroth nun den Kern herausdestillieren – jene Pointen, die das Publikum zum Schmunzeln bringen. Zum Schäumen, Staunen und Sinnieren. In welcher Rolle Maxi Schafroth den Nockherberg erklimmen wird, ist noch offen.

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An Ideen mangelt es dem Allgäuer allerdings nicht. Vielleicht schreitet er als Conchita Wurst ans Rednerpult, im goldenen Glitzerkleidchen. „Oder als Vorsitzender der Jungen Union Allgäu.“ Egal, für welche Rolle sich der Kabarettist am Ende entscheidet, er will seine Schäfchen mit allgäuerischer Demut zügeln. „Ohne draufzuhauen.“

SB

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