Lange Nacht der Musik

Fünf Bands wollen den „Newcomer“-Titel und rocken das Pressehaus

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Vier Rapper, vier Instrumentalisten: Die Formation „D!aspora“ präsentiert Rap mit Tiefgang und Elementen aus Jazz, Funk und Weltmusik.

Bei der „Langen Nacht der Musik“ kämpfen am Samstag fünf Bands um den „Newcomer“-Titel. Unterschiedlicher könnten die Stile der Formationen, die im Pressehaus von Münchner Merkur und tz auf der Bühne stehen, nicht sein.

München - Die Würfel sind gefallen: Die Liste der Newcomer, die sich am 4. Mai bei der Langen Nacht der Musik auf der Bühne der Alten Rotation im Verlagshaus von Münchner Merkur und tz präsentieren dürfen, steht fest. Die Bands „Rising Spirit“, „Micart“, „MasaN“, „Chris Mayer & The Rockets“ sowie „D!aspora“ werden zeigen, was sie können. Die Bandbreite der Musik reicht von HipHop bis Hardrock, vom Singer-Songwriter-Genre bis zum Rock’n’Roll. Noch während der Langen Nacht wird die Sieger-Band gekürt – und ist dann der „Newcomer 2019“.

Melodiöser Hardrock mit modernen Strukturen: Den beherrscht das Quintett „Rising Spirit“.

Bei der Hardrock-Formation „Rising Spirit“ stehen Melodien im Vordergrund. Der Gesang besitzt grundsätzlich Ohrwurmcharakter. Das Quintett wurde 2018 gegründet mit dem Ziel, klassische Rock-Elemente mit modernen Strukturen zu versöhnen. Das gelang auch bereits auf dem Debütalbum der Band. Dazu nutzen die fünf Musiker Stilelemente des Heavy Metal ebenso wie solche aus dem Popbereich. Von Genregrenzen will man sich nicht aufhalten lassen.

Haben sich dem Rock’n’Roll verschrieben: Die drei Musiker von „Micart“.

Dem guten alten Rock’n’Roll haben sich „Micart“ verschrieben. Das Power-Trio in klassischer Besetzung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug spielt Coverstücke von Elvis Presley über Status Quo bis hin zu Mark Knopfler und den Dire Straits, aber auch eigene Kompositionen. Die Songs ihres Debütalbums sind bereits im Radio zu hören – und eine Tour ist in Planung.

Die Formation „MasaN“ hat schon einiges vorzuweisen. Zum einen gewann die Band bereits den Wettbewerb „HardRockRising“ in Süddeutschland, zum anderen standen MasaN im Finale bei den Bands für das Festival Rockavaria. Geadelt wurden die Musiker darüber hinaus von einem Kollegen: Drummer Ali Khan ließ sich nach einem Live-Auftritt dazu hinreißen, für MasaN in die Bresche zu springen: „Ich bin selten baff, aber an diesem Abend wusste ich, dass ich etwas sehr Seltenes erlebt habe“, sagte Khan.

Schaffte es schon bis ins Finale des Bandcontests beim Festival „Roackavaria“: Die Band „MasaN“.

Sie haben einen klassischen Bandnamen, der aus den Fifties stammen könnte: Doch „Chris Mayer & The Rockets“ nehmen ihre Inspiration eher von Kollegen wie John Mayer, „The Fray“ und „Coldplay“. Mit Stilelementen aus Progressive Rock und Indie, aber auch Klängen aus dem Singer-Songwriter-Bereich entwickelte das Quartett seinen ganz eigenen Stil zwischen Pop und Blues. Zuvor war Chris Mayer solo unterwegs und schaffte es ins Radio und ins Vorprogramm der US-Songwriterin Nataly Drawn.

Um das vielzitierte „Bling Bling“ – Goldkettchen und teure Autos – geht es bei „D!aspora“ ganz und gar nicht. Die HipHop-Formation präsentiert eher gehaltvollen Rap in mehreren Sprachen, die Texte setzen sich mit dem Ungemach auf Erden auseinander. Das Multikulti-Projekt mit vier Rappern und vier Instrumentalisten beherrscht sowohl Oldschool-HipHop als auch modernere Ausrichtungen, beschränkt sich aber nicht darauf.

Nach der Newcomer-Siegerehrung tritt dann die Hauptband des Abends auf. In diesem Jahr ist es die Formation „Tribez“. Die Band ist bekannt durch ihre eigene Konzertreihe unter dem Titel „Loop Sessions“ und durch Kollaborationen mit Künstlern wie „Megaloh“, „Afrob“ und „Samy Deluxe“. Außerdem entwickelten Tribez ein ganz spezielles Cover-Programm, das sie auch in der Alten Rotation vorstellen werden. Mit von der Partie sind dabei auch die Tribez-Freunde Alex Prince und Roger Rekless.

Alte Rotation Pressehaus, Paul-Heyse-Str. 2–4 Einlass 19 Uhr Programm 20 bis ca. 1 Uhr

Die Lange Nacht der Musik

An mehr als 100 Spielorten in der ganzen Landeshauptstadt gibt es am Samstag, 4. Mai, wieder einmal Musik bis in die Puppen. Mit dem sogenannten Kombiticket für 18 Euro kann man alle Konzerte der „Langen Nacht der Musik“ besuchen und darüber hinaus die Shuttlebusse nutzen, die die Spielstätten miteinander verbinden. Vier Bustouren gibt es (Zentrum, Südwest, Schwabing, Ost), alle starten am Odeonsplatz und fahren zwischen 20 und 3 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Tickets kann man ebenfalls am Odeonsplatz erstehen sowie in jedem Club, Museum oder Café, das an der Aktion teilnimmt – also auch in der Alten Rotation des Verlagshauses von Münchner Merkur und tz an der Paul-Heyse-Straße 2–4. Los geht es um 20 Uhr. Nähere Informationen, unter anderem zu allen teilnehmenden Bands und Spielorten, findet man im Internet.

Antonio Seidemann

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