Rockabilly-Ekstase

40 Jahre und kein bisschen leise: Stray Cats rocken das Zenith

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Die Stray Cats auf der Zenith-Bühne.

Nach elf Jahren wieder auf Tour: Die Stray Cats waren am Donnerstagabend im Zenith zu Gast. Die Konzertkritik.

München - „Dum“ steht lautmalerisch für den Kontrabass, gezupft von Lee Rocker (57), „tschak bumm“ fürs Standschlagzeug, getrommelt von Slim Jim Phantom (58), „drrr zang“ für die Rockabilly-Gitarre, gespielt von Brian Setzer (60). 

Bühne frei für die Stray Cats (lesen Sie die Wortfolgen so schnell Sie können): „Dumdumdumdum-tschakbumm-tschaktschak-bumm-drrr-zang-drrr-zang-dumdumdumdumdum“ und so weiter. 75 Minuten (leider nur 75 Minuten!) dringt der unglaubliche Rockabilly-Rhythmus in teils atemberaubenden Tempo mit voller Kraft ins Ohr und verbreitet sich schnell im ganzen Körper. Mit einem Wort: Wahnsinn! 

40 Jahre nach der Gründung, 27 Jahre nach der Auflösung und 11 Jahre nach der letzten Reunion-Tour war das Trio am Donnerstagabend im gut gefüllten Münchner Zenith. Alterserscheinungen? Fehlanzeige. Weder bei den Stray Cats, noch beim Publikum. Da wackeln die Hüften, da gibt’s kein Stillhalten, weder bei der Großeltern- und Elterngeneration, noch bei den unter 25-Jährigen, die ebenfalls in der Halle sind. 

Sie alle tanzen den Rockabilly und den Boogie-Woogie, sie alle flippen aus, als Brian Setzer „Misirlou“ (aus dem Film „Pulp Fiction“) von Surfguitar-Legende Dick Dale anstimmt, oder „Rock this Town“. Yeah, und wie die Stray Cats die Stadt rocken: Ekstase!

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