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Münchner Galerie Jahn zeigt „We are Heroes“: Starke Kunst von starken Frauen!

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Von: Katja Kraft

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Kuratorin Mon Muellerschoen (vorne) mit Galerist Wolfgang Jahn und ihren Künstlerinnen (v. li.) Judith Milberg, Laura Aberham, Sophia Mainka, Constanza Camila Kramer Garfias und Marion Mandeng.
Kuratorin Mon Muellerschoen (vorne) mit Galerist Wolfgang Jahn und ihren Künstlerinnen (v. li.) Judith Milberg, Laura Aberham, Sophia Mainka, Constanza Camila Kramer Garfias und Marion Mandeng. © Michael Tinnefeld

Volle Frauenpower: Die Galerie Wolfgang Jahn zeigt in München fünf zeitgenössische Künstlerinnen. Mon Muellerschoen kuratiert „We are Heroes“. Unser Tipp.

Vielleicht muss das gar nicht sein. Vielleicht löst sich die Sache mit der Gleichberechtigung in den nächsten Jahren ohnehin. Und die Frage, ob mehr männliche oder weibliche Künstler einen Ausstellungsbereich bespielen, stellt sich dann gar nicht mehr. Vielleicht braucht es für eine solch gleichberechtigte Zukunft aber genau deshalb hier und jetzt Ausstellungen wie diese. „We are Heroes“ hat Kuratorin Mon Muellerschoen die Schau überschrieben, die nun in der Galerie Wolfgang Jahn in München zu sehen ist. Und in der sie einzig Werke von Frauen zeigt. Ihren fünf Heldinnen.

Laura Aberhams, die unter anderem bei Katharina Grosse studiert hat
Voller Kraft sind die Werke Laura Aberhams, die unter anderem bei Katharina Grosse studiert hat. © Tinnefeld

Laura Aberham (Jahrgang 1994), Sophia Mainka (Jahrgang 1990) und Constanza Camila Kramer Garfias (Jahrgang 1988) stehen noch ganz am Anfang ihrer Karriere, mit Marion Mandeng (Jahrgang 1961) und Judith Milberg (Jahrgang 1962) hat Muellerschoen bewusst Arbeiten von Ladys ausgewählt, die ihr Leben lang neben Kindern, Familie und Karriere künstlerisch tätig waren, aber erst etwas später anfingen, sich mit ihrer Kunst der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Man könnte sagen: relativ klassische Frauenbiografien meiner Generation“, formuliert es die Kuratorin – selbst Jahrgang 1960 – bei der Vernissage am Mittwochabend.

Bilder voller Lebenskraft und Energie

Doch wie wunderbar die Werke auf dichtem Raum miteinander korrespondieren. Die farbintensiven, von Lebenshunger und Energie nur so strotzenden Bilder Laura Aberhams wirken wie eine Antwort auf das Chaos und die Herausforderungen dieser Welt, die wiederum Judith Milberg in ihren zart und kämpferisch zugleich wirkenden Bildern auf abstrakte Art in den Fokus rückt. Wenn sich junge und ältere Frauen zusammentun – was dann für eine Kraft entsteht. Eine, die jedes Vielleicht vom Tisch fegt.

Bis 28. Januar 2023 in der Galerie Wolfgang Jahn, Reichenbachstraße 47-49, Rückgebäude; Infos: 089/29 79 69.

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