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„Wir haben alles versucht – leider erfolglos“: die „Alien Disko“ im Münchner Volkstheater ist abgesagt

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Von: Michael Schleicher

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Das Münchner Volkstheater am Viehhof
Im Münchner Volkstheater am Viehhof hätte in diesem Jahr die „Alien Disko“ stattfinden sollen. © Kö/Münchner Volkstheater

Die „Alien Disko“ im Münchner Volkstheater wurde abgesagt. Fehlende Fördermittel und gestiegene Kosten zwingen die Verantwortlichen des beliebten Musikfestivals zu diesem Schritt.

Es hätte ein großes Comeback an einem neuen Ort werden sollen. Nach der Corona-Zwangspause sollte die „Alien Disko“, dieses fantastische Münchner Musikfestival, heuer am 9. und 10. Dezember 2022 erstmals im Münchner Volkstheater stattfinden. Nun haben die Acher-Brüder Markus und Micha von der aus Weilheim stammenden Band The Notwist, die das Spektakel kuratieren und einst unter Intendant Matthias Lilienthal an den Münchner Kammerspielen aus der Taufe gehoben haben, die Reißleine ziehen müssen: Die „Alien Disko“ ist für dieses Jahr aus dem Spielplan des Volkstheaters gestrichen – bereits gekaufte Karten werden rückerstattet. „Es schmerzt uns sehr, das abzusagen“, erklären die Achers. „Die Disko war immer eine Herzensangelegenheit. Geld gab es dabei für uns eh nie, und kleinere Verluste konnten wir gut selbst tragen.“

Markus und Micha Acher starteten die „Alien Disko“ an den Münchner Kammerspielen

Nun seien aber Fördermittel weggebrochen, die bislang zusätzlich zur Unterstützung des Kulturreferats zur Verfügung standen. Die Brüder haben darauf reagiert und die Planung entsprechend verschlankt und angepasst. Zwei Bands, die auftreten sollten, hätten sogar ihre Flüge nach München selbst bezahlt. „Aber in den letzten Monaten sind die Preise für nahezu alles – Hotels, Flüge, Equipment – als Nachwirkungen von Corona so rasant angestiegen, dass wir inzwischen bei Mehrkosten von mindestens 30 Prozent landen, die wir persönlich bezahlen müssten, da sie auch bei einem ausverkauften Festival als Minus bleiben. Wir haben alles versucht, bis zur letzten Sekunde überall nachgefragt und waren uns sicher, dass wir es irgendwie schaffen. Aber leider erfolglos“, bedauern Markus und Micha Acher.

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