Konzertkritik

Gekommen, um zu feiern: Mumford & Sons in der Oly-Halle

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Mumford & Sons, hier beim Konzert in Hamburg.

München - Wer sitzt, kann nicht tanzen, sagt Marcus Mumford mit Blick auf die Ränge, bevor er sich die Akustik-Gitarre umschnallt. Aber die Menge in der ausverkauften Olympiahalle beweist ihm sofort das Gegenteil.

Als er die ersten Töne von Little Lion Man anschlägt steht, klatscht und singt die ganze Halle und schüttelt die Hüften, bis sich schließlich ein ohrenbetäubender Applaus erhebt.

So läuft das, wenn die Folk-Rock-Superstars von Mumford & Sons in München zu Gast sind. Vor einem Jahr ist mit „Wilder Mind“ das dritte Album des erfolgreichen Quartetts erschienen. Darauf vollzogen Marcus Mumford und seine Bandkollegen einen Stilwechsel, weg vom reinen Folk, hin zum Pop-Rock. Weniger Banjo, mehr E-Gitarre. Ein Wandel, den viele Fans nicht nachvollziehen konnten. In der Olympiahalle ist von dieser Skepsis wenig zu spüren. Die Zuschauer sind gekommen, um zu feiern. Und um sich verzaubern zu lassen von der Musik der Briten, die sich wie eine warme Decke um das Gemüt der Zuhörer wickelt. Mit Banjo und Akustikgitarre noch etwas wärmer als ohne.

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