Publikum schwelgt in den guten alten Zeiten

Nachtkritik: Sting macht in der Olympiahalle sein Ding

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Mit 65 Jahren noch ein Energiebündel: Sting bei seinem Konzert in der Olympiahalle.

Sting hat in seinem Musikerleben Songs geschrieben, die heute noch so gut funktionieren wie 1983 oder 1995. Davon macht er in der Olympiahalle Gebrauch - und seine Fans happy.

München - Punkt 20 Uhr steht Gordon Sumner, Kampfname Sting, auf der Bühne, um gemeinsam mit seinem Erstgeborenen Joe das Präludium zu eröffnen. Nach einem Lied verschwindet Sting wieder, um nach dem Vorspiel des Sohnes in der gut gefüllten Münchner Olympiahalle mit dem kraftstrotzenden Reißer „Synchronicity II“ aus seligen Police-Tagen zu eröffnen und hat die Menschen damit schon im Sack, bildlich gesprochen. 

Stings Plan geht auch in München auf

Zur Sicherheit schießt er ein paar weitere Klassiker nach, um den Saal auf Betriebstemperatur zu halten. „Englishman in New York“, Everything she does is magic“, "Message in a Bottle", solche Dinger. Der Plan geht auf, das Schwelgen in den guten alten Zeiten, als die Welt noch übersichtlich war und der Ruf nach mehr Polizei mit Musik und nicht mit innerer Sicherheit zu tun hatte, bringt die Menschen zuverlässig in Stimmung. 

Natürlich war damals auch nicht alles besser, aber das ist an diesem Dienstagabend egal, die Musik bewegt die Menschen. Die Songs funktionieren heute noch so gut wie 1983 oder 1995. Der 65-Jährige Engländer ist natürlich ein ausgefuchster Musiker und Arrangeur, der auch mit reduzierter Band erstaunlich viel Klang erzeugt. Und seine Ausnahmestimme lohnt nach wie vor jeden Konzertbesuch.

Zoran Gojic

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