Vorschlag abgesegnet

Neuer Chefredakteur: Die trimediale Zukunft des BR

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Christian Nitsche wird neuer Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks.

Beginn einer neuen Ära beim Bayerischen Rundfunk – Christian Nitsche wird der neue, medienübergreifende Chefredakteur des Münchner Senders. Der Rundfunkrat stimmte am Donnerstag dem Vorschlag von Intendant Ulrich Wilhelm zu.

München - Dass der 45-Jährige Wilhelms Wunschkandidat ist, war bereits Mitte Januar bekannt geworden. Nitsche stammt aus Nürnberg und ist seit 2014 zweiter Chefredakteur von ARD aktuell in Hamburg („Tagesschau“, „Tagesthemen“). In München wird er am 1. April Nachfolger des Fernsehchefredakteurs Sigmund Gottlieb – ebenfalls gebürtiger Nürnberger – und der Hörfunkchefredakteurin Mercedes Riederer. Beide gehen in den Ruhestand. Gemäß der neuen, trimedialen Strategie des Senders soll Nitsche auch für Online verantwortlich sein. Alle bisherigen Einheiten von Hörfunk, Fernsehen und Internet mit dem Schwerpunkt Aktuelles werden in einem neuen Programmbereich gebündelt.

Dazu gehören unter anderem der Informationskanal  B 5 aktuell, die „Rundschau“, die neu geschaffene Redaktion „Bayern aktuell“ und die Landespolitik. Aktuelle Themen sollen dort – im Münchner Stadtteil Freimann – medienübergreifend geplant und recherchiert werden. Auch das Hauptstadtstudio in Berlin sowie mehrere ARD-Auslandsstudios werden diesem Bereich zugeordnet. Zugleich fährt der öffentlich-rechtliche Sender einen Sparkurs, den der neue Chefredakteur mit umsetzen muss.

Nitsche volontierte beim BR. Ab 1988 war er als Autor für Magazine wie „Plusminus“ und „Report München“ tätig. Als Korrespondent berichtete er unter anderem aus dem Kosovo, dem Irak, aus Israel und der Türkei. Im Jahr 2003 wechselte er als Fernsehkorrespondent ins Hauptstadtstudio nach Berlin, 2011 wurde er Pressesprecher des Münchner Senders. Bei ARD aktuell folgte er auf Thomas Hinrichs, der inzwischen Informationsdirektor des BR ist.

dpa/mm

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