Night of the Proms

Amy Macdonald: "Einfach nur abgefahren!"

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Amy Macdonald auf High Heels und mit Gitarre...(siehe Bild 1. Absatz)

München - Amy Macdonald ist mit ihren 26 Jahren die jüngste Künstlerin bei der Aida Night of the Proms. In der tz spricht sie über die Show, das Publikum und den Druck der auf ihr lastet.

...während Robert Groslot das Orchester dirigiert.

Mit ihren 26 Jahren ist Amy Macdonald die jüngste Künstlerin, die bisher mit dem Tross der Aida Night of the Proms unterwegs ist. Die Schottin, die alle ihre drei Alben unter die Top-3 der deutschen Charts unterbringen konnte (zweimal Platz eins) und ihren Durchbruch mit der Single "This Is The Life" schaffte, steht von Freitag bis Sonntag in der Olympiahalle auf der Bühne. Wir sprachen mit der sympathischen Musikerin nach der diesjährigen deutschen Proms-Premiere in Köln.

Macht die Show Spaß?

Amy Macdonald: Ja, sehr. Das Publikum war großartig und hat mich sehr verwöhnt.

Ist es seltsam, mit einem großen Orchester im Rücken zu spielen?

Macdonald: Es ist unglaublich. Normalerweise spiele ich ja immer mit meiner Gitarre, mal alleine, mal mit Band. Aber niemals mit so einem Orchester. Es ist ein abgefahrenes Gefühl mit dieser Klangwand hinter dir.

Wird es schwer, später wieder ohne Orchester?

Macdonald: Ja, wahrscheinlich (lacht). Ich muss mit meinem Manager sprechen, dass er irgendwie das Budget erweitert, damit wir ein Orchester einbauen können.

Einige der Proms-Künstler hatten ihre größten Hits, als Sie noch gar nicht geboren waren …

Das Publikum gehört bei der Aida Night of the Proms zur Show. Es tanzt, schunkelt und singt mit

Macdonald: Ja, ich habe erfahren, dass ich wohl die Jüngste bin, die bisher bei der Night of the Proms aufgetreten ist. Das ist natürlich ein ziemlicher Druck auf meinen Schultern. Wenn die Menschen zu meinen üblichen Shows kommen, dann wollen sie mich sehen. Bei der Aida Night of the Proms haben vielleicht manche meine Musik noch nie gehört. Man muss sie erobern.

Werden Sie deswegen nervös?

Macdonald: Nein, gar nicht. Eigentlich animiert mich so eine Situation eher.

Wie wichtig ist dabei Ihr Bühnenoutfit?

Macdonald: Eigentlich gar nicht. Ich denke nicht so viel darüber nach und greife mir einfach etwas in der letzten Minute.

Wir waren alle ziemlich beeindruckt, wie Sie auf Ihren High-Heels tanzen …

Macdonald: Ich bin da ziemlich gut drin. Ich kann locker 45 Minuten auf High Heels tanzen. In den Niederlanden hatten wir so einen Steg, der mit Stufen bergab ging. Da habe ich sogar noch höhere High Heels getragen.

Sie gegen viel auf Tournee und sind lange unterwegs. Ist das schwierig für Sie?

Macdonald: Ich achte immer darauf, dass ich dazwischen freie Tage bekomme, um nach Hause nach Glasgow zu fahren. Manche Kollegen können monatelang von zu Hause wegbleiben. Ich muss mich aber immer wieder aus dieser Tourblase entfernen, um meine Freunde und meine Familie zu sehen. Zum Glück sieht das mein Management ein. Das erdet mich einfach.

Komponieren Sie Ihre Lieder zwischen den Touren, an freien Tagen?

Macdonald: Nein, ich brauche Ruhe, um Lieder zu ­schreiben. Ich brauche meine gewohnte Umgebung. Ich hetze mich da auch nicht, sondern warte einfach ab, dass die Einfälle zu mir kommen.

Die Fans sind schon ungeduldig: Wann wird es ein ­neues Macdonald-Album geben?

Macdonald: Das weiß ich ehrlich gesagt ebenso wenig wie Sie. Aber bestimmt nicht im kommenden Jahr. Vielleicht 2015. Abwarten.

Was hat Ihre Band gesagt, als Sie bei der „Proms“ zusagten?

Bei der Aida Night of the Proms treten Morten Harket von a-ha (Foto), Mark King (Level 42), Die Baseballs, John Miles, Amy Macdonald und Jazzpianistin Hiromi auf. Robert Groslot dirigiert das Orchester Il Novecento und den Chor Fine Fleur. Karten für die Olyhalle am Freitag und Samstag (20 Uhr) und Sonntag (15 Uhr) zu 46 bis 79 € unter Tel. 54 81 81 81.

Macdonald: Das hat ihnen gar nicht gefallen. Sie touren genauso gerne wie ich. Wir sind ein eingespieltes Team. An manchen Terminen kommt wenigstens mein Gitarrist mit auf die Bühne.Die Jungs werden natürlich sagen, dass das alles nichts taugt, und alles schlimm klingt (lacht) und ich viel lieber mit ihnen auf Tour hätte gehen sollen (lacht).

Antoni o Seidemann

 

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