Konzert-Kritik

Pink mit Mega-Show im Olympiastadion, die eine große Frage aufwirft

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Sängerin Pink auf ihrer großen Welttournee. Am Freitag und Samstag machte die 39-Jährige Halt in München. 

Superstar Pink lieferte im Münchner Olympiastadion ein wahres Spektakel ab. Mit ihrer Show sorgte die 39-Jähriges für ein echtes Spektakel. Die Konzert-Kritik. 

München - Die Sache ist ja die: Jemand, der so eine Stimme hat wie Alecia Moore, der so unendlich cool ist wie die Frau, die seit über 20 Jahren bekannt ist als Pink, der könnte die 60.000 Menschen im ausverkauften Münchner Olympiastadion auch ohne fliegende Kostümwechsel, ohne Tänzer und ohne halsbrecherische Akrobatik restlos begeistern. Und trotzdem feiert die 39-Jährige auf der von riesigen, goldenen Herzen umrahmten Bühne ein monströses Spektakel ab. Weil sie‘s kann. „So what?“

Superstar Pink begeistert München: Songs perfekt performt 

Also schwebt sie im schwarzen Glitzer-Einteiler am funkelnden Kronleuchter baumelnd um kurz vor 21 Uhr an diesem heißen Freitagabend herein. Und turnt scheinbar mühelos in das erste von zwei Konzerten. Hängt in den Seilen, wirbelt herum, überschlägt sich. Wechselt dabei nebenbei das Outfit.

Große Frage zu Pink: Wie schafft sie das?

Man fragt sich wirklich, wo die Mutter zweier Kinder die Kraft für die perfekt ausgeführten Kunststücke und den kraftvollen Gesang hernimmt. Die Frau kommt selbst kopfüber schwingend nicht aus der Puste. Dieser Modellathletin machen auch 30 Grad nichts aus. Und so eröffnet sie ihre Show aus der „Beautiful Trauma World Tour“ standesgemäß: „Get the Party started“, auf geht‘s!

Sängerin Pink wirbelt über Bühne und begeistert mit ihrem Tempo 

Sie scheint sich fest vorgenommen zu haben, das Tempo zu halten: Hit an Hit an Hit zaubert Miss Moore unter dem Jubel der Fans und umgeben von einer versierten Tanzcrew und Band auf die Bühne. Flirtet mit dem Publikum. Bringt ihm nebenbei den Jitterbug bei. „Thank you guys for sweating with us tonight“, ruft sie - danke fürs Mitschwitzen! Sie gönnt sich aber auch keine Verschnaufpause.

„Just like a Pill“, „Funhouse“ oder das namensgebende „Beautiful Trauma“ - Pink kann bei ihrer schweißtreibenden Show aus dem Vollen schöpfen. Und ist dabei so grundsympathisch, man möchte am liebsten zu ihr auf die Bühne hüpfen. Als sie den Anfang von „Who knew“ verdaddelt, winkt sie unbeeindruckt ab und beginnt einfach von vorne. Das Großartige an Pink ist, dass sie höchste Perfektion anstrebt, aber sehr souverän damit umgeht, dass sie kein perfektes Püppchen aus der Plastikwelt der Popmusik ist.

Während Pinks Konzert am Samstag ereignete sich ein gefährlicher Vorfall. Ein Taxifahrer ignorierte eine Absperrung in der Nähe des Olympiastadions und fuhr einen Polizisten an. 

Pink begeistert ausverkauftes Stadion - Am Samstag zusätzliche Show 

Pink, die als Girlie in den späten 1990ern angefangen hat und sich über die Jahre als Künstlerin mit Ecken und Kanten profiliert hat, fährt kein reines Best-of auf. Auch die Songs aus dem neuen Album „Hurts 2 be human“ hat die Frau aus Pennsylvania im Gepäck. Ebenso wie ihre Familie, den Motocross-Fahrer Carey Hart und die Kinder Willow und Jameson. Ihre achtjährige Tochter durfte bei vergangenen Auftritten stets bei „Raise your glass“ mit auf die Bühne.

Ja, eine wie Pink hat es nicht nötig, so eine bombastische Show abzuliefern. Und trotzdem macht sie‘s. Weil sie‘s kann! Lesen Sie hier das Konzert des Superstars im Ticker nach. 

Auf ihrer großen Welttournee machte Pink bereits vor wenigen Wochen Halt in Stuttgart. Hier gönnte sich die Sängerin in einer Weinbar ein Glas Riesling, allerdings bemerkte sie dort niemand. 

Jetzt lieferte Pink den nächsten Überraschungsmoment abseits der Bühne: Pink wandelte bei einem Privatbesuch auf Helene Fischers Spuren.

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