Nachtkritik

Rea Garvey auf dem Tollwood: Glücklichsein ist so einfach

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Rea Garvey spielte am Freitagabend auf dem Tollwood.

Von Jung bis Alt können sich die meisten Musik-Fans auf Rea Garvey einigen. Woran das liegt, zeigt er bei seinem Auftritt auf dem Tollwood. Die Nachtkritik.

München - Seine Musik ist eingängig wie Wiesnhits, da passt die Atmosphäre am Freitagabend auf dem Tollwood: Rea Garvey im Zelt, hey, hey! Und jetzt alle!

Warum auch nicht? Darauf kann man sich einigen. Er liebt es, wenn sie alle "wild" werden - na dann! Trotz Sommerhitze unterm ausverkauften Zeltdach machen Männlein, Weiblein, Kinder verzückt mit.

Eigentlich hätte er vor einem Jahr beim Sommer-Tollwood spielen sollen. Doch weil das wegen des Amoklaufs vorzeitig beendet wurde, holt er das an diesem Freitagabend nach. Und hält ein Plädoyer dafür, das Leben zu leben und zu genießen. "Ich hab keinen Bock mehr auf den Hass, ich will mehr Liebe erleben, deshalb stehe ich heute auf der Bühne für euch." Auch darauf können sich alle einigen. Jubel. Und dann Liebe, Liebe, Liebe mit "I'm all about You".

Der Wunsch nach großen Gefühlen zieht sich durch an diesem Abend. Veheißungsvolle Ansage: "Ich glaube, wenn ihr euer kleines Türchen in eurem Herzen aufmacht, werdet ihr euch alle lieben. Wollt ihr meine Liebe haben?" - "Jaaaaa!" Na dann. Für einen kurzen Moment fühlt man sich in eine Sektenzeremonie versetzt. Doch die Göttin heißt Musik. Nach so einer Ankündigung einen durchs Radio genudelten Song wie "Saving an Angel" zu spielen, wirkt etwas schräg. Aber sei's drum. 

Sie haben alle eine gute Zeit, darum geht's und das kann er, der Ire. Dazu ein bisschen Folklore von der Insel, einen Hauch ursprüngliche Rauheit, gebrochenes Deutsch, dem eh keine der Frauen im Publikum widerstehen kann, garniert mit Familiengeschichten - Rea Garvey weiß, wie man gute Gefühle erzeugt. Hey, you "Can't say no"! Da sind sie alle dabei. Auf ihn können sie sich einigen - von "The Voice Kids" bis zur Erwachsenen-Version. Wie ein Tag auf dem Oktoberfest: schweißtreibend, witzig und immer was zum Schunkeln. Das reicht doch manchmal zum Glücklichsein.

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