Olympiapark äußert sich

Rockavaria 2017: Jetzt wird es noch verwirrender

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Ein Foto der ersten Rockavaria-Auflage 2015. Gibt es auch eine dritte 2017?

München - Noch immer ist das Rockavaria-Festival 2017 weder angekündigt noch abgesagt. Jetzt äußert sich ein Olympiapark-Sprecher - und macht die Verwirrung nicht kleiner.

Was ist nun mit Rockavaria 2017? In den vergangenen zwei Jahren stieg das Gitarren-Spektakel im Olympiapark mit Bands von Weltruhm. Metallica, Iron Maiden, Muse oder Iggy Pop ließen Rock-Fans die Ohren dröhnen und die Zunge schnalzen.

Bei der vorherigen Auflage stand der erste Headliner schon im Oktober (!) fest. Und jetzt? Schreiben wir den 9. Dezember. Bisher wurde weder die 2017er-Auflage angekündigt noch das Event abgeblasen. Die offizielle Homepage befindet sich noch 2016-Modus. Kein Termin, kein Wort über eine Neuauflage.

Am 14. November bekam unsere Onlineredaktion folgendes Statement: „Wir stecken in der Planung für das Rockavaria 2017 und sind in intensiven Verhandlungen mit den Bands, die unseren Ansprüchen und Vorstellungen des Rockavaria-Line-Ups entsprechen. Wir gehen davon aus, Ende November mehr Informationen geben zu können. Sobald es spruchreife Informationen gibt, werden wir diese umgehend bekanntgeben“, ließ der lokale Veranstalter Global Concerts ausrichten. Diesen Freitag bat ein Sprecher dann um weitere Geduld. 

Eine Absage schien immer wahrscheinlicher zu werden. Zumal auch noch das „Partnerfestival“ Rock im Revier 2017 flach fällt. Und: Potenzielle Headliner wie Kiss, Deep Purple, Guns N‘ Roses oder Aerosmith gaben Einzel-Shows in München bekannt. Andere mögliche Zugpferde wie Rammstein sind durch Buchungen auf anderen Festivals aus dem Rennen. 

Olympiapark-Sprecher: „Das letzte Mai-Wochenende ist reserviert“

Fans spekulierten alternativ über eine Verlegung auf einen anderen Termin als das übliche letzte Mai-Wochenende. Doch das ist nun vom Tisch. Denn während der Veranstalter sich nicht äußert, gibt es auf Anfrage unserer Onlineredaktion ein Statement vom Olympiapark. Dort hält man sich natürlich auch bedeckt und verweist auf den Veranstalter (DEAG in Kooperation mit Global Concerts). Aber das knappe Olympiapark-Statement sorgt schon für neue Verwirrung. „Wir gehen davon aus, dass es kommt“, so Sprecher Tobias Kohler. „Das letzte Mai-Wochenende ist reserviert. Alles andere ist Sache des Veranstalters.“

Heißt: Die Veranstalter haben sich das Wochenende vom 26. bis 28. Mai im Olympiapark geblockt. Und keinen Alternativ-Termin. Warum hat dann Rockavaria-Veranstalter DEAG die Band Aerosmith genau an jenem 26. Mai für ein separates Konzert auf den Königsplatz gebucht? Um sich parallel mit zwei Großveranstaltungen Konkurrenz zu machen, sicherlich nicht. 

Auch die Gerüchte um eventuell auftretende kleinere Bands haben sich noch nicht bewahrheitet. In einem Fan-Forum wird etwa die Metalcore-Truppe Callejon als Act bei Rockavaria gehandelt. Nach Informationen unserer Onlineredaktion wurde aber mit den Düsseldorfern nicht einmal verhandelt. Auch ein Umhören in der Musikbranche brachte keine einzige Band von einem vorgesehenen Line-Up zutage.

Wirklich realistisch sind nun nur noch zwei Optionen: eine offizielle Komplett-Absage von Rockavaria 2017. Oder eine Verkürzung auf zwei Tage, damit Fans am Freitag, 26. Mai Aerosmith auf dem Königsplatz anschauen und dann Samstag/Sonntag im Olympiapark weiter rocken können.

Die Fragen, die sich rund um Rockavaria 2017 ranken, sie werden eher mehr als weniger ...

lin


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