Konzertkritik

Einfach bambastisch: So war das Konzert von Seeed in der Olympiahalle

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Beschwingt wie immer: Seeed-Frontmann Peter Fox (Mitte) in der restlos ausverkauften Olympiahalle.

Es war der Auftakt einer kleinen Münchner Konzertreihe: Seeed haben am Dienstagabend einen ersten umjubelten Auftritt in der Olympiahalle gespielt.

Sie sind die Botschafter des lässigen Berlin. Das „Dicke B oben an der Spree“ schwingt seit 1998 rhythmisch in den Hüften der charismatischen Frontmänner von Seeed. Vor anderthalb Jahren starb Demba Nabé, neben Peter Fox und Frank Dellé einer der drei Sänger und Bühnenmotivationsmeister der Band. Und die Frage drängte sich auf: Würden Seeed je wieder so locker, so beschwingt sein?

Seeed in der Olympiahalle: Spielfreudig und geschmeidig

In der restlos ausverkauften Olympiahalle zeigte sich am Dienstagabend zweierlei. Zum einen, dass Seeed immer noch und jederzeit einen raushauen können. Nicht umsonst heißt das neue Album „Bam Bam“. Und zum anderen, dass Nabé nach wie vor Teil der Band ist. Einer, den sie würdigen. Schön die Idee, seine Vocals nicht nur einzuspielen, sondern seinen leeren Platz auf der Bühne mit einem Scheinwerfer anzustrahlen. Die Gratwanderung zwischen Trauer und Spielfreude gelingt der zehnköpfigen Combo, die sich an diesem Dienstagabend von ihrer besten Seite zeigt.

Die Band zeigt sofort, wohin die musikalische Reise geht: Als Seeed mit kleiner Verspätung um kurz nach 21 Uhr unter lautem Jubel die Bühne entern, wechseln sich treibende Bläserarrangements mit heftigen Bässen ab, neue Songs mit Klassikern wie „Augenbling“, „Molotov“ und „Schwinger“. Dazwischen bewegen sich Fox und Dellé so geschmeidig wie zwei galante Rampenflaneure. Sie haben das Publikum schon beim Opener „Ticket“ auf ihrer Seite – und selbst die Sitzplätze schwingen mit. So viel Bewegung gibt’s selten auf den Rängen der Olympiahalle.

Weitere Konzerte am 30.10. und 27.11.

Und München darf weiter schwingen, denn alle bam-bastischen Dinge sind drei: Am heutigen Mittwoch und am 27. November schicken sich Seeed an, ihren grandiosen Auftritt zu wiederholen. Natürlich wieder vor ausverkauftem Haus. 

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