Headliner vom Freitag

Sinfonischer Metal bei Rockavaria: Nightwish im Porträt

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Nightwish rocken am Freitag München.

München - Mit ihrer Verschmelzung von Heavy-Metal-Gitarren, opernhafter Klassik, komplexen Orchester-Arrangements und Filmmusik hat die finnische Band Nightwish ein Genre erschaffen: Symphonic-Metal. Am Freitagabend sind sie Hauptband bei Rockavaria.

Angesichts eines Live-Konzerts von Nightwish, bei dem Pyro-Effekte, Bühnennebel und eine fulminante Lichtshow mit opulent arrangierter Musik verwoben sind, verwundert die Entstehungsgeschichte. Schließlich war da nur ein ganz kleiner Pyro-Effekt beteiligt: ein Lagerfeuer. Der Legende nach saßen der Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen, Sängerin Tarja Turunen und Gitarrist Emppu Vuorinen zusammen, als Holopainen seine Idee von „atmosphärischer Lagerfeuermusik“ unterbreitete. Anfangs mit Akustikgitarre, Keyboard und Gesang umgesetzt, kamen nacheinander Schlagzeug und E-Gitarren hinzu – entsprechend rückte der von skandinavischem Folk inspirierte Sound immer weiter in Richtung massenkompatiblem Metal.

Maßgeblich geprägt von der klassisch ausgebildeten Stimme ihrer Sängerin, begeisterten Nightwish mit einer bis dato unerhörten Mischung sowohl Kritiker als auch Fans weltweit. Wie im Pop-Geschäft üblich, werden kometenhafte Aufstiege oft von Skandalen begleitet: Nightwish machten Schlagzeilen durch ihre Sängerinnen-Wechsel. Begleitet von einigen Misstönen trennte sich die Band 2005 von Turunen. Es folgte ein Gastspiel der Schwedin Anette Olzon, die der Band von 2007 bis 2012 ihre Stimme lieh – während sich Nightwish zu einem noch sinfonischeren Stil hinbewegte.

Der Austausch von Anette Olzon durch die niederländische Sängerin Floor Jansen brachte für die Band wieder eine neue Sound-Facette: Neben Klassik, Metal und Oper klingt jetzt wieder klassischer Folk durch die Metalriffs.

Christoph Ulrich

Wir berichten drei Tage im Ticker von Rockavaria.

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