Sänger im Interview

„Sing mein Song“-Star Seven: „Bin ein sensibler Kindskopf“

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Interview mit dem Schweizer Soulstar SEVEN.

Er war bei „Sing mein Song“ in der Schweiz dabei. Und Jan Dettwyler, der sich Seven nennt, brennt für Musik. Er erzählt uns über seine Motivation und aus seiner Vergangenheit.

München - Seven würde es auch geben, wenn es mit der Musik nicht laufen würde. Denn Jan Dettwyler, wie der 38-jährige Sänger und Musiker gebürtig heißt, ist getrieben von der Musik, die seinen Gefühlen und Denken Ausdruck verleiht. Im Herbst kommt der Schweizer mit seinem neuen Album für ein Konzert nach München. Im Interview erzählt er von seiner Liebe zur Musik und seiner Motivation.

Seven, wer auf deine Website geht, ist beeindruckt von deinen zahlreichen Tour-Terminen. Wie bleibt denn da die Stimme fit? 

Vielleicht hast du ja ein paar Tipps für deine Fans, die lauthals mitsingen und kreischen. Es ist in der Tat eine Herausforderung für mich als Sänger so viel zu singen. Mein Glück ist die Erfahrung. Und ich bin unfassbar vorsichtig. Das bedeutet: Ich gehe nach Konzerten nie feiern. Und ich trinke auch keinen Alkohol, wenn ich Konzerte vor mir habe. Zudem mache ich sehr viel Sport und ernähre mich aufwendig und sehr gesund. Erst wenn es heißt: Tourabschluss oder Konzertpause - dann lasse ich auch mal eine Nacht zum Tag werden und es wird gefeiert.

Es wäre überraschend, wenn du durch Deinen Erfolg in der Schweiz, durch „Sing meinen Song“ und die Fantastischen Vier einigen Menschen doch noch kein Begriff bist. Dennoch die Frage: Wofür stehst du musikalisch und inhaltlich? 

Soul und Funk sind meine Musik! Und ich lebe und liebe Musik seit ich denken kann. Für mich ist Musik kein Ausgleich, sondern sie muss raus und ist beinahe zwanghaft. Rudi Carrel hat einmal gesagt: "Man kann nur etwas aus dem Ärmel schütteln, wenn man davor etwas hinein getan hat." So ist das auch bei mir. Ich stehe für handgemachte Musik und den Drang, jeden Abend besser zu werden. Musik hat keine Regeln. Und die Liebe zur Sache kommt immer an erster Stelle.

Und welche deiner Songs würdest du jemandem zeigen, der wissen möchte, für was du musikalisch und inhaltlich stehst? 

Mein neues Album besteht aus vier Kapiteln bzw. vier Stimmungen - und darum lautet auch der Titel „4COLORS“. Jede dieser vier Farben steht für eine der vier Arten Musik, die ich bin und liebe. Somit konnte ich alles vereinen. Deswegen würde ich jemandem einen Song aus pro Farbe zeigen: Dont help me (blau kalt einsam) Die Menschen sind wir (gelb gemeinschaft positiv) Trick! (Rot erotisch club) 1978 (purple funk prince).

Warum bist du Musiker geworden und bleibst es auch weiterhin? Was treibt dich an? 

Mich treibt die Musik an. Mich treibt schlichtweg die nächste Idee in die Arbeit und in den Wahnsinn, den ich Alltag nennen darf. Ich habe mich nie bewusst für Musik entschieden, denn sie war immer hier. Seit ich acht Jahre alte war stehe ich auf der Bühne, texte, arbeite an mir und lerne beim Tun dazu. Das ist mein Leben und meine Leidenschaft. Deswegen brauche ich dazu keine Alternative oder Motivation. Denn es ist meine erste Liebe!

Du machst seit rund 25 Jahren Musik. Dabei hast du sicher viel gesehen sowie Höhen und Tiefen erlebt. Mit diesen Erfahrungen im Blick: Wie schaust du auf deine musikalische Zukunft?

Da ich sehr intensiv an mir und meiner Crew wie auch an allem, was ich im jeweiligen Moment tue, arbeite, ist die Frage, wo ich in fünf Jahren stehe, irrelevant. Bei mir ist immer All-In und nie Pause oder zurücklehnen. Denn ich bin so getrieben und musikalisch rastlos, dass die Liste von Dingen, die ich noch tun möchte, unendlich scheint. Wenn ich nicht weiß, was ich in der Musik als nächstes tun möchte, muss ich aufhören. Musik ist ein Spieltrieb und eine Sprache, um alles loszuwerden, das man fühlt. Und ich bin ein sehr sensibler Kindskopf.

Seven

Neues Album: 4COLOURS, ab 7. Juli 2017 erhältlich 

Konzert: 13. November 2017, 20 Uhr, Muffathalle 

Tickets: ab 28 Euro, erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen

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