Wo München tanzt

Staatsballett: Die Pläne für die kommende Saison

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Ein Blick ins Nationaltheater (Archivfoto).

München - Eine Platzausnutzung von 93 Prozent verzeichnet die letzte Staatsballett-Saison im Nationaltheater. Und das planen Ivan Liska und sein Team für die kommende Saison und die Ballettwoche (4. – 13.4.).

Der gute Staatsballett-Mix aus Klassik und Moderne kommt an: Eine Platzausnutzung von 93 Prozent verzeichnet die letzte Saison im Nationaltheater (2000 Plätze, weil die mit schlechter Sicht beim Ballett nicht verkauft werden), und unter den Besuchern sind 10 000 Schüler und Studenten. Und das planen Ivan Liska und sein Team für die kommende Saison und die Ballettwoche (4. – 13.4.):

- Das letztjährige Thema Tanzland Deutschland ist so ergiebig, dass es weiter geführt wird. Immer tiefer steigt man auch wissenschaftlich in die Wurzeln des Tanzes ein und präsentiert ihn im Spiegel der anderen Künste, vor allem der bildenden.

- Ein Abend mit drei Uraufführungen eröffnet die Festwochen: Unter Der gelbe Klang (nach einem Konzept von Kandinsky) erarbeitet Michael Simon zu Musik von Frank Zappa ein tänzerisches Bildertheater. Das Konzert für Violine und Orchester ist eine Choreografie von Aszure Barton auf Mason Bates Konzert und Spiral Pathes von Russell Maliphant zu Musik von Mukul.

- Das jährliche Gastspiel am 8. und 9.4. gilt Sasha Waltz & Guests mit Dido und Aeneas (Henry Purcell).

- Nach Repertoire-Stücken (u. a. Ein Sommernachtstraum) und Forever Young ist am 13.4. die Bosl-Matinée mit der Juniorcompany dran, die neben drei Uraufführungen Ausschnitte des Triadischen Balletts von Oskar Schlemmer in Gerhard Bohners Choreografie als Voraufführung zeigt. Liska vertraut den Tänzern dieses wichtige Ballett an – ein Zeichen, wie gut das Staatsballett II eingeschlagen hat.

- Zwei abendfüllende Uraufführungen bestimmen die Saison 2014/15: am 13.12. kommt die Neufassung des überarbeiteten Balletts Paquita heraus in der Choreografie von Alexei Ratmansky, und am 18.4.2015 ein Stück Richard Siegals, der aus dem Umfeld von William Forsythe kommt und in München von Muffathalle bis Nationaltheater wohl bekannt ist.

- Gastcompany wird Martin Schläpfers Ballett am Rhein mit 7, einer Umsetzung von Mahlers Siebter mit den Düsseldorfer Symphonikern.

- Am 10.7.2015 kommt eine Rarität heraus (Prinzregententheater): Strawinskys Sacre du Printemps in der von Wissenschaftlern rekonstruierten Choreografie der Ausdruckstänzerin Mary Wigman.

- Zu allem gibt es Vorträge, Einführungen, Diskussionen, Jugendprogramme, sogar einen Gottesdienst mit Tanz.

- Zum 25-jährigen Jubiläum wird erstmals ein großes, öffentliches Tanzfest stattfinden. „Die Vorbereitungen laufen bereits“, so Ballettchef Liska. Dazu sollen auch ehemalige Tänzer der Company eingeladen werden.  

Beate Kayser

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