Modernes, Verdi und Wagner in der Staatsoper

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Generalmusikdirektor Kent Nagano stellte den Spielplan für die Saison 2012/13 vor. Es ist seine letzte Spielzeit in München.

München - Die Bayerische Staatsoper geht mit einer Uraufführung, viel Verdi und Wagner in die kommende Spielzeit. Acht Premieren stehen in der Saison 2012/13 auf dem Spielplan.

Intendant Nikolaus Bachler und Generalmusikdirektor Kent Nagano stellten das Programm für die kommende Saison am Mittwoch in München vor - darunter drei Verdi-Neuinszenierungen und eine neue Interpretation der Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Den Anfangs- und Endpunkt der Saison, die im Richard-Wagner-Jahr 2013 auch fast alle großen Werke des Komponisten im Programm hat, bilden allerdings zwei zeitgenössische Opern.

Die Opernsaison startet am 23. September mit einer Wiederaufnahme des „Tannhäuser“. Die erste Premiere gibt es am 27. Oktober mit „Babylon“, einer Oper des gebürtigen Münchners Jörg Widmann, die auf dem ersten Libretto des Philosophen Peter Sloterdijk basiert. Seine Oper sei „der Versuch einer Ehrenrettung Babylons“, das durch die biblischen Geschichten sehr negativ konnotiert sei, sagte Widmann. „Babylon ist die Metapher für unsere Zeit.“

Mit „Rigoletto“, „Simon Boccanegra“ und „Il trovatore“ inszeniert die Staatsoper gleich drei Giuseppe-Verdi-Opern neu. Außerdem feiert eine Neuinterpretationen von Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ Premiere. Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ stellt das Opernstudio auf die Beine.

Die letzte Premiere ist die deutsche Erstaufführung „Written on Skin“ von George Benjamin. Dabei wird Kent Nagano am Pult stehen - ebenso wie bei „Babylon“ und „Boris Godunow“. Es ist seine letzte Spielzeit als Generalmusikdirektor der Oper. Ihm folgt zur Saison 2013/14 der Russe Kirill Petrenko. Wie es dann mit dem Münchner „Ring des Nibelungen“ weitergehen soll, ist nach Angaben Bachlers noch nicht klar. Bei der Andreas-Kriegenburg-Neuinszenierung des vierteiligen Wagner-Werkes steht derzeit Nagano am Pult. Petrenko soll 2013 den Jubiläums-„Ring“ in Bayreuth dirigieren.

Es ist Kent Naganos letzte Spielzeit als Generalmusikdirektor der Oper. Ihm folgt zur Spielzeit 2013/14 der Russe Kirill Petrenko.

dpa

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